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Geburtstage

scout

unregistriert

1

Mittwoch, 25. Mai 2011, 14:19

Meine Erfahrungen mit der Armut der Kinder

Hoffnung:


  • die Erzieher im Kindergarten werdens schon richten!

HOFFNUNG-


  • die Lehrer in der Schule werdens schon richten!

HOFFNUNG-


  • die Kinderpsychologen werdens schon richten!

HOFFNUNG-


  • die Jugendamtsmitarbeiter werdens schon richten!

[*]HOFFNUNG-

[*]die Erzieher in den Jugendhilfeeinrichtungen werdens schon richten!

HOFFNUNG-


  • die Bediensteten der Jugendarrestanstalten werdens schon richten!

HOFFNUNG-


  • NUN SIND SIE VOLLJÄHRIG, DANKE DAS IHR UNS AN DIESER WELT HABT TEILHABEN LASSEN, DANKE, DANKE!

Susan1900

unregistriert

2

Mittwoch, 25. Mai 2011, 14:52

?( Was hat das mit Armut zu tun ?(

Entschuldige vielleicht bekomme ich es nur mal wieder in den falschen Hals.

Weist Du wie es ist wenn man Wochenlang nur Kartoffeln und Nudeln ißt ?

:sonne Susan

scout

unregistriert

3

Mittwoch, 25. Mai 2011, 14:57

Meine Erfahrungen mit der Armut der Kinder

HAST DU WAS,DANN BIST DU WAS,

HAST DU NICHTS ,DANN BIST DU NICHTS



????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????



Ja, ich koennte schreien - mache ich meistens auch an den entsprechenden Stellen - nur hat es bis jetzt - und wird es in naher Zukunft - auch nichts ändern.



KINDER SIND UNSERE ZUKUNFT - sagen alle, aber was wird dafuer getan?

Milliardenhilfen für Banken, fuer Kriegseinsätze, fuer ..., fuer ...

Und fuer unsere Zukunft????????????????



NULL KOMMA NICHTS! - Alle meckern nur auf die Eltern, besonders auf die Alleinerziehenden, nach deren Meinung bekommen die nicht mal eine Familie zustande!



Nach den Gruenden wird garnicht gefragt - das ist eben so!



Natuerlich, die Eltern die das meiste Geld haben, brauchen sich nicht darum zu sorgen, das die Kinder keine Freunde haben. Diese Kinder haben alles - ALLES???

Alles nur keine Eltern - ausser zum Gute Nacht sagen.



Die meisten Kinder muessen um Aufmerksamkeit kaempfen, haben sie dann einen vermeintlichen Freund, muessen sie sich erstmal beweisen, allen moeglichen UNFUG mitmachen.



Wer der wirklich Unschuldige ist, ist uninteressant, hauptsache der Schaden wird bezahlt. (und wem triffts am meisten?)



FAKT ist und bleibt, die Kinder müssen in Bewegung sein, nicht vor der GLOTZE oder PLAYSTATION, NINTENDO versauern.



Bei meinen Pflegekindern habe ich auch gute Erfolge mit folgenden Konzept erreicht:



Nach der Schule Pause (ca.30 Minuten), dann Mittagessen, Mittagspause (die Grundschüler Mittagsschlaf!), dann Schularbeiten, ab an die frische Luft. (mal mit Anderen eine Stadtralley organisiert) oder was es sonst noch so alles gibt.



Einige Eltern haben trotz spuerbarer Erfolge dagegen gesprochen, mit der Begruendung die Kinder wuerden Abends nicht ins Bett wollen!



Was ist nun besser???

phidalilu

Meister

Beiträge: 2 019

Geburtstag: 18. August 1977 (34)

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Berlin

Beruf: Lehrerin

4

Mittwoch, 25. Mai 2011, 15:21

Was ist nun besser???

Was das Beste ist, weiß ich auch nicht... Ich finde, dass kann man nicht genau sagen... Auch wenn bei einigen das Konzept von Schule, Mittagsschlaf und frischer Luft gut klappt und die Eltern und Kinder zufrieden macht... Gut... Bei meinen Kinder wäre das nichts... Genau, sie würden dann abends nicht ins Bett wollen... So viel Schlaf brauchen sie nicht... Jedes Kind ist doch anders und ich finde, die besten Eltern schauen sich an, was die Kinder und sie selber brauchen und organisieren danach ihren Familienalltag und ihr Familienleben... Nur ist das in unserer Gesellschaft gar nicht so einfach... Von Eltern wird erwartet, dass sich sich ganz, ganz viel um die Kinder kümmern (ja, ich bin auch dafür, dass sie nicht vor der Glotze versauern), gleichzeitig erwartet man von ihnen, dass sich für einen ausreichenden Familienunterhalt sorgen, dass sie sich in Schule, Kita, Sportvereinen engagieren, dazu sollen sie sich am besten noch eigene Hobbys verwirklichen - und dann sind schon alle glücklich... Das geht aber oft gar nicht... Überall müssen Kompromisse gemacht werden... Und wo man dann die einzelnen Abstriche macht, dass muss jeder für sich entscheiden... Mh... Fällt mir halt gerade dazu ein...

Und dann noch zur Armut... Es gibt ja die verschiedensten Formen von Armut... Armut hat für mich nicht allein etwas mit Geld zu tun... Einigen Kindern fehlt es an Geld, den anderen an Liebe, den nächsten an Zeit mit lieben Bezugspersonen, dann an Bildung, an Freunden, an Wissen, an Erfahrungen u.s.w.... Und leider auch einigen Kindern an einer Menge dieser Sachen (was ich wirklich jeden Tag in der Schule beobachte)... Trotzdem, bitte nicht alles über einen Kamm scheren... Weder in die Richtung von finanzieller Armut, noch in die Richtung von "viel Geld" = "keine Liebe/Zeit"...

Liebe Grüße,
Dagmar

Susan1900

unregistriert

5

Mittwoch, 25. Mai 2011, 15:28

Und dann noch zur Armut... Es gibt ja die verschiedensten Formen von Armut... Armut hat für mich nicht allein etwas mit Geld zu tun... Einigen Kindern fehlt es an Geld, den anderen an Liebe, den nächsten an Zeit mit lieben Bezugspersonen, dann an Bildung, an Freunden, an Wissen, an Erfahrungen u.s.w.... Und leider auch einigen Kindern an einer Menge dieser Sachen (was ich wirklich jeden Tag in der Schule beobachte)... Trotzdem, bitte nicht alles über einen Kamm scheren... Weder in die Richtung von finanzieller Armut, noch in die Richtung von "viel Geld" = "keine Liebe/Zeit"...



das hast Du gut geschrieben :thumbup:


:sonne Susan

gaestin

Profi

Beiträge: 1 157

Danksagungen: 45

Geschlecht: Weiblich

6

Mittwoch, 25. Mai 2011, 15:43

Kinder

ich kenne Kinder, die ausreichend zu essen bekommen
aber mittags ist der Fernseher die Hauptperson,
oder Computerspiele oder oder.
Die Eltern nehmen sich nicht die Zeit, sich SINNVOLL mit
den Kindern zu beschäftigen. Obwohl etliche arbeitslos
sind und die Zeit hätten. Das finde ich so arg.

Jeanne d'Arc

unregistriert

7

Mittwoch, 25. Mai 2011, 16:16

Hoffnung: Daß der Unterhalt pünktlich auf dem Konto ist und man nicht wieder hinterher rennen muß
und das Geld fehlt (das gleiche gilt für Alg2 etc.)

Hoffnung: Daß nicht ausgerechnet in diesem Monat etwas Teures kaputt geht, was das Budegt sprengen würde, wenn man es notwendigerweise neu anschaffen muß

Hoffnung: Daß die Klamotten vom Vorjahr noch passen, weil für Neues kein Geld da ist

aber auch:

Hoffnung: Mensch sein zu dürfen, ohne daß nach Einkommensstatus differenziert und selektiert wird

Hoffnung: teilhaben zu können, ohne abschätzende Kommentare ertragen zu müssen

Hoffnung: so sein zu dürfen, wie man ist, ohne sich minderwertig zu fühlen

Aber mit der Hoffnung alleine ist es nicht getan:

Erleben: Du bist ein Faß ohne Boden, warum verschwindest du nicht einfach

Erleben: Deine Kinder werden für meine Rente eh nichts einzahlen, sie werden dem Staat ewig auf der Tasche liegen genau wie du

Erleben: Warum hast du soviele Fehler in deinem Leben gemacht, daß du da gelandet bist, wo du bist?

Hoffnungen, erlebte Sprüche, erlebtes Verhalten anderer, entweder man kämpft oder man gibt irgendwann auf, entweder man macht es laut und schreit es in die Welt oder man schweigt und äußert sich nicht mehr, man hat die Wahl - zumindest die Wahl wie man darauf reagiert, wenn man schon nicht die Wahl hat, anders leben zu können. Ich habe meine Wahl getroffen.

scout

unregistriert

8

Mittwoch, 25. Mai 2011, 19:50

?( Was hat das mit Armut zu tun ?(

Entschuldige vielleicht bekomme ich es nur mal wieder in den falschen Hals.

Weist Du wie es ist wenn man Wochenlang nur Kartoffeln und Nudeln ißt ?

:sonne Susan
Ja, Susann - nicht nur Kartoffeln und Nudeln - auch Linsen und Erbsen, Reis und ältere Brötchen (letzte schneide ich auf, lege sie mit etwas Öl in die Pfanne, geniesse sie mit 25ct Tomatenpuree - als Suppe eingekocht!)

scout

unregistriert

9

Mittwoch, 25. Mai 2011, 19:53

Und dann noch zur Armut... Es gibt ja die verschiedensten Formen von Armut... Armut hat für mich nicht allein etwas mit Geld zu tun... Einigen Kindern fehlt es an Geld, den anderen an Liebe, den nächsten an Zeit mit lieben Bezugspersonen, dann an Bildung, an Freunden, an Wissen, an Erfahrungen u.s.w.... Und leider auch einigen Kindern an einer Menge dieser Sachen (was ich wirklich jeden Tag in der Schule beobachte)... Trotzdem, bitte nicht alles über einen Kamm scheren... Weder in die Richtung von finanzieller Armut, noch in die Richtung von "viel Geld" = "keine Liebe/Zeit"...



das hast Du gut geschrieben :thumbup:


:sonne Susan
Und welche Armut macht die Kids so schwierig?

grincat1

Supermietze

Beiträge: 1 472

Danksagungen: 11

10

Mittwoch, 25. Mai 2011, 20:49

EINE Sache unterschiedliche Ansätze!


Ihr geht alle, für mich, von verschiedenen Ansätzen an dieses Thema.



Aus meiner Sicht und Ehrfahrung herraus habt ihr Alle recht.......
so wie ich Scout verstanden habe und das kann ich in Form von seiner Arbeit, seines Erlebens denke ich durchaus nachvoll ziehen!
Genauso verstehe ich Susan, Phidalilu und Marion.......aber in anderer Hinsicht.


Ich denke die "meissten" die wir uns inzwischen hier soweit kennen und austauschen können, sich nicht zu den wie "parken" die Kids mal vorm Tv und gehen selber ne Runde zocken Eltern zu zählen....


Aber es gibt sehr wohl das Phänomen, nenne ichs mal, traurig aber war, das diese Art der Eltern gern die Augen lieber weiter gen "Frauentausch" :ironie richten und die Verantwortung und Ausbügelung ihrer Probleme den gerade Aktuellen Einrichtungen überlassen! Denkt mal an die Berichte von Bärbel.


Was ich sehr unterstütze ist nicht alle über einen Kamm zu scheren und das es echt manchmal schwierig ist auch als Eltern, dem "SUPERELTERNBILD" gerecht zu werden was man laut der Gesellschaft ja zu erfüllen hat um nicht bei der Supernanny zu enden......so schließt sich der Kreis an "AmöbenTV" :rofl:


Armut ist ein sehr weiter Begriff geworden und je nach Land, Staat und Mensch anders zu betrachten!


"Arme Menschen hierzulande können in der Regel noch ihre Grundbedürfnisse befriedigen, aber sie leiden zum einen an einer chronischen Mittellosigkeit (Mangel an Ressourcen) und zum andern am gesellschaftlichen Ungleichgewicht und einer entsprechenden Ausgrenzung."www.ARMUT.de


Macht aus eurer aller Ehrfahrungen ein Gesamtes draus das ist dann ein wirkliches Bild der Armut der Kinder in Deutschland........wenn man alle eure Threads zusammen ließt!


lg grini :cat:
*"Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?"
"Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin Du möchtest", sagte die Grinsekatze.*
*Wer nicht hinter mir steht, steht mir im Weg* :phat:


Birgit

Profi

Beiträge: 608

Geburtstag: 15. Dezember 1967 (44)

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: bei Bremen

Beruf: Kinderpflegerin

11

Donnerstag, 26. Mai 2011, 23:23

Grini hat es so schön beschrieben, das ich das einfach so stehen lasse.

Wenn man es so wie ich jetzt gerade ,komplett durch ließt, stimmen alle eure Beiträge und sie haben mich schon sehr nachdenklich und auch betrübt gemacht.

Als ich den ersten Beitrag gelesen habe klang es zum Ende hin hart, aber ich habe meine Gedanken die ich an manchen Tagen im Kindergarten habe, schon wieder entdeckt.

Ich habe Kinder die selbst an schönen Nachmittagen nicht vor die Türe gehen, Eltern die sich nicht die Zeit nehmen für ihre Kinder um auch nur irgend etwas mit ihnen zu machen.

Die selben Eltern haben aber große Anforderungen an mich, weil ich soll alles auffangen weil ich ja dafür da bin und auch noch Geld dafür bekomme.

Kinder die den ganzen Nachmittag vor dem Fernseher, der Wiii, der Playstation usw. gesetzt werden und das natürlich toll finden aber leider auch immer auffälliger werden in ihrem Verhalten

Wie gesagt ich arbeite in einem Kindergarten und wenn ich fragen würde wer heute Nachmittag draußen war, dann würden sich Morgen max 7 von 25 Finger heben(wir hatten Sonne also keinen Dauerregen oder so).

Ich glaube das es vielen Menschen in sozialen Berufen so geht, das sie immer mehr das Gefühl haben gegen Mauern zu laufen.

Sie sollen etwas erfüllen, meine Aufgabe ist es, die Kinder fit für die Schule zu machen, und diese Aufgabe wird immer schwerer weil Kinder am Rad drehen alleine schon durch die oben genannten Gründe.

Es macht mir Spass mit ihnen draußen zu sein, in den Wald zu gehen und ihnen neue Eindrücke zu verschaffen in vielen , vielen Bereichen und dabei ihre Neugierde, Interesse usw. zu sehen, aber ich/wir können nicht alles auffangen und das frustet mich und hat sich schon mal jemand überlegt wie der Alltag mit 25 Kindern ausschaut, wo über die Hälfte keine Bewegung hatte um sich auch mal auszutoben und statt dessen nur visuell beriesselt wurde über Stunden teilweise ?

Ich kann diesen Frust total verstehen .

Und ich bin den Schreibern der anderen Beiträgen dankbar für die Einblicke in eine andere Sichtweise .

Sie haben mich sehr bewegt und nachdenklich gemacht.

:druck5 LG.Birgit

Stern

unregistriert

12

Freitag, 27. Mai 2011, 02:46

Und dann noch zur Armut... Es gibt ja die verschiedensten Formen von Armut... Armut hat für mich nicht allein etwas mit Geld zu tun... Einigen Kindern fehlt es an Geld, den anderen an Liebe, den nächsten an Zeit mit lieben Bezugspersonen, dann an Bildung, an Freunden, an Wissen, an Erfahrungen u.s.w.... Und leider auch einigen Kindern an einer Menge dieser Sachen (was ich wirklich jeden Tag in der Schule beobachte)... Trotzdem, bitte nicht alles über einen Kamm scheren... Weder in die Richtung von finanzieller Armut, noch in die Richtung von "viel Geld" = "keine Liebe/Zeit"...


Da gebe ich dir recht

gaestin

Profi

Beiträge: 1 157

Danksagungen: 45

Geschlecht: Weiblich

13

Freitag, 27. Mai 2011, 07:47

ein Experiment

ich habe mal eine Familie gefragt, ob sie ein Experiment machen
würden (beide Eltern arbeitslos)
eine Woche lang Fernseher abstellen und alle Computerspiele etc.
und den Computer nur für Bewerbungen benutzen.
Sie waren verblüfft und haben nur vier Tage ausgehalten.
Die Kinder waren aber ganz anders (positiv) und die Eltern
haben zumindest gemerkt, wie ihre negative Abhängigkeit
vom Fernseher etc. verlief.

SusanneH.

Sklaventreiberin

Beiträge: 1 936

14

Freitag, 27. Mai 2011, 09:27

Ich hoffe ich bring das jetzt so rüber wie ich es meine.

Was hat Zeit für Kinder mit Armut zu tun?
Ich kann nachvollziehen wenn Vater/Mutter beide voll berufstätig sind, dass abends die Zeit und die Lust sich noch Stunden mit dem Nachwuchs zu beschäftigen fehlt.
Diese Familien haben zwar oft mehr Geld, ich möchte es nicht reich nennen, wer ist das schon? Dafür jedoch sehr wenig Zeit!
Das Geld wird dann oftmals in Wii, Playstation und was es da noch so gibt, investiert. Oftmals auch um das eigene Gewissen zu beruhigen.

Dann haben wir die armen Kinder um die es hier geht. Da ist doch meistens zumindestens ein Elternteil, oft sogar Vater und Mutter nicht berufstätig, finden keine Arbeit. Diese sollten doch Zeit für ihre Kinder haben.

Um mich mit KIndern zu beschäftigen, brauche ich kein Geld! Spaziergänge in der Natur, Spielplatz usw. das alles kostet kein Geld. Dazu muss man sich nur aufraffen.

Wo die Eltern zu Hause sind, da kann ich es nicht nachvollziehen das man die Kinder vor dem TV oder einer Konsole parkt. Tut mir leid. Ich begreife nicht wie Armut mit Beschäftigung mit den Kindern zusammen hängen soll.

Es ist doch eher so; wer mehr Geld hat, hat weniger Zeit für seine Kinder, weil berufstätig.

LG
Susanne
Mich zu Treffen, ist Schicksal.
Mich zu Lieben, ist Mut.
Mich zu Bekommen, ist Geduld.
Mich zu Haben, ein (Alp-)Traum.
Mich zu Verarschen, dein Untergang.
:ari2

Sabine

Meister

Beiträge: 2 039

Geburtstag: 18. November 1964 (47)

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Wohnort: Hildesheim

Beruf: Bürokauffrau

15

Freitag, 27. Mai 2011, 09:40

Liebe Susanne,



betreffs der Zeit kann ich mich Dir anschließen....aber das mit dem mehr Geld ist wohl eher ein Trugschluß, wenn ich meine Spritkosten abziehe, bleibt es mit Wohngeld und Kinderzuschlag ALG II-Niveau....



Außerdem sehe ich es auch so, dass es mehr auf die Qualität ankommt, nicht auf die Quantität.....was nützt der ganze Tag Zeit, wenn ich meine Kinder lieber vorm Fernseher oder Playstation parke....



LG und schönes WE

Sabine

grincat1

Supermietze

Beiträge: 1 472

Danksagungen: 11

16

Freitag, 27. Mai 2011, 10:38

Sag ja unterschiedliche Ansätze!


"Was hat Zeit für Kinder mit Armut zu tun?"


Ich denke Zeitmangel an sich ist keine Armutsfolge da geben ich Euch recht, sondern das ist eine Erziehungsfrage generell.


Materielle Armut ist hart, emotionale Armut aber auch. Und beides ist akut!!!

Beide Arten von Armut geben sich leider in vielen Fällen die Klinke in die Hand! Da Treffen sich dann die Themen Zeit, Kinder und Armut. Ich mag hier nicht wieder Klischees bestätigen es gibt auch genügen andere Beispiele. Aber das gewisse Parallen mit mangelnder Bildung, mangeldem Geldbeutel etc und mangeldem Interesse dann an den Kinder einhergehen wissen wir ja nun......

Das aber auch schwer Arbeitenden Eltern zu wenig Zeit und Interesse an ihren Kinder haben gibt es ja auch des öfteren........"böse gesagt" ......der Amokläufer von Winnenden, sowie dessen Eltern gehörte nicht zum Kreis der ALG 2 Bezieher.......!
Man kann in jeder gesellschaftlichen Schicht immer nur Versuchen das es klappt das was aus den Kinder wird........


Insofern gehört auch das Thema Zeit für mich indirekt mit Zur Armut bei Kindern! Unabhängig vom Geldbeutel!

Ich gebe Euch recht das ich denke das ALG2 beziehende Menschen durchaus ihren Tag besser zeitlich einrichten können als Abeitnehmer! Doch wenn ich eines sagen darf ich habe alles in meinen Leben ausser Langeweile......und wenn ich mal zb Marion als Beispiel nennen darf denke ich das auch........nicht alle sitzen den ganzen Tag rum. Einige machen ne Umschulung/Weiterbildung/Abschlüsse nach, Fernstudium sei es Vorgeben oder privat, sich angagieren ehrenamtlich um was sinnvolles zu tun,......einige Menschen sind schwer krank, haben kranke, behinderte Kinder oder Angehörige zu pflegen..... oder andere Dinge die sie meisstern müssen! Und sei es nur das 3 fache mal eben an Wäsche weil die Kinder halt nachst nicht einhalten können usw oder das man am Tag mal ne Stunde schlaf nachholen muss weil das Kind gesundheitlich Nachts nicht schlafen kann! Das keine Rechtfertigung nur mal ne Anmerkung das nicht alle Menschen mit AlG2 nur ne freie Zeiteinteilung besitzen und rumlungern.
Und das nicht alle Vollzeitarbeitnehmer keine Zeit für ihre Kinder haben! Ich finde das auch ne einzelne Sachen von eigener Erziehung, Bildung und Wertevorstellung im Leben!


Die Seite zB finde ich toll:
http://www.mzfk.net/familienalltag.html


lg grini :cat:
*"Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?"
"Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin Du möchtest", sagte die Grinsekatze.*
*Wer nicht hinter mir steht, steht mir im Weg* :phat:


Janedoangel

unregistriert

17

Samstag, 28. Mai 2011, 21:53

Armut hat viele Gesichter

Ich habe ein armes Mädchen in meiner Schule beneidet. Sie wurde abgeholt geknuddelt, wurde libegehabt......
Ich kam heim in meine 150 m2 Wohnung, Mutter arbeitete....oder war nicht da....war sie da hieß es ...mach dir Bröselnudeln.....(war das einzige was ich kochen konnte). Danach musste ich in mein Zimmer und sollte nicht rauskommen, nicht laut sein nicht stören unsichtbar sein, also spielte ich auf meinem 40.000 Schilling Laptop (3000 €). Wenns ans Putzen ging sollte ich bügeln, putzen, ging was schief setzte es eben was. Nicht selten wurde ich an meinen hinternlangen Haaren durch unsere prachtvollen 150m2 geschleift...wenn was schief lief....An Kongressen und Empfängen in feinster Robe wurde ich vorgestellt, als Tochter präsentiert, daheim vergessen......wurde magersüchtig, denn man nahm mich eh nicht wahr, da konnte ich gleich verschwinden...
in der Schule? Lackschühchen, Röckchen Weste...so schrieb es die Mutter vor.....dass man mich mobbte schlug einsperrte in der Schule.....das war egal....lern dich zu wehren hieß es.
Ich ging, das letzt mal mit einer Tasche voll Klamotten ins Nichts mit 15.....in Armut, Kinderheim und eine ungewisse Zukunft....Selbstversorgerheim...war das Geld aus.....gabs nichts zu essen......man musste sich oft entscheiden 25 Schilling für Essen oder doch Zigaretten....
Es gibt Menschen die entscheiden sich für ein Leben in Armut, weil es in Reichtum nicht zu ertragen war.
Ich lebe Mittelschicht.....aber ich kenn es auch wie es ist wenn man temporär arm ist......und was viel schlimer ist .....die Strecken wo nichts da war.....man wusste es wird wieder mal besser......

aber hier gibt es eine Menge Menschen.........da ist es keine temporäre Armut.....da ist es ein Dauerzustand, ohne Hoffnung, ohne der Möglichkeit etwas zu ändern. Verzweiflung bis hin zu r Aufgabe....
wenn du 2 Monate nicht weisst wie du die Kinder ernährst ja okay....aber viele machen dies seit Jahren durch....

ich denke du hast keine AHnung, was du hier schreibst!!!!!!!!!!!!! :ari4

Jeanne d'Arc

unregistriert

18

Sonntag, 29. Mai 2011, 10:32

Zitat

Meine Erfahrungen mit der Armut der Kinder
- tut mir leid mein Schatz, aber dazu reicht das geld nicht
- tut mir leid mein Schatz, aber da müssen wir erstmal drauf sparen
- tut mir leid mein Schatz, nehm doch stattdessen das Wassereis aus dem Kühlfach, dann hast du auch ein Eis
- tut mir leid mein Schatz, aber neue Schuhe sitzen momantan nicht drin, vielleicht kriegen wir dich mit ganz dünnen Socken noch in die vom letzten Jahr
- tut mir leid mein Schatz, aber das Geld ist noch nicht auf dem Konto, ich hab nur noch "nackte" Nudeln
- tut mir leid mein Schatz, aber das Eintrittsgeld ist zu hoch, wir können aber ne Schüssel Wasser auf den Balkon stellen

oder anders:

- Mama, warum läufst du denn immer mit der kaputten Hose rum - och ich mag die so gerne leiden (und was man nicht sagt: ich hab einfach kein Geld für ne neue, ihr seid mir wichtiger, daß ihr nicht auf alles verzichten müßt)
- Mama, warum ißt du denn nichts? - och ich hab heute keinen Hunger (und dann würde es auch nicht reichen für euch)

Als Mutter läuft man ständig mit schlechtem Gewissen herum, weil man für seine Kinder ein besseres Leben wollte und versucht aber gleichzeitig, sich gegenüber der Kinder nichts anmerken zu lassen, Tränen gibts nur heimlich abends ins Kopfkissen, wenn die Kids schlafen und es nicht mitbekommen. Und wenn die nächste Katastrophe kommt, versucht man, da durch zu gehn, wie man es immer macht, wenn sowas ansteht. Der Fels in der Brandung zu sein, an dem sich die Wellen brechen. Aber im Laufe der Zeit wird auch der Fels von den Gewalten der Wellen so langsam geformt, ganz sachte, es fällt kaum auf.

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