Grini hat es so schön beschrieben, das ich das einfach so stehen lasse.
Wenn man es so wie ich jetzt gerade ,komplett durch ließt, stimmen alle eure Beiträge und sie haben mich schon sehr nachdenklich und auch betrübt gemacht.
Als ich den ersten Beitrag gelesen habe klang es zum Ende hin hart, aber ich habe meine Gedanken die ich an manchen Tagen im Kindergarten habe, schon wieder entdeckt.
Ich habe Kinder die selbst an schönen Nachmittagen nicht vor die Türe gehen, Eltern die sich nicht die Zeit nehmen für ihre Kinder um auch nur irgend etwas mit ihnen zu machen.
Die selben Eltern haben aber große Anforderungen an mich, weil ich soll alles auffangen weil ich ja dafür da bin und auch noch Geld dafür bekomme.
Kinder die den ganzen Nachmittag vor dem Fernseher, der Wiii, der Playstation usw. gesetzt werden und das natürlich toll finden aber leider auch immer auffälliger werden in ihrem Verhalten
Wie gesagt ich arbeite in einem Kindergarten und wenn ich fragen würde wer heute Nachmittag draußen war, dann würden sich Morgen max 7 von 25 Finger heben(wir hatten Sonne also keinen Dauerregen oder so).
Ich glaube das es vielen Menschen in sozialen Berufen so geht, das sie immer mehr das Gefühl haben gegen Mauern zu laufen.
Sie sollen etwas erfüllen, meine Aufgabe ist es, die Kinder fit für die Schule zu machen, und diese Aufgabe wird immer schwerer weil Kinder am Rad drehen alleine schon durch die oben genannten Gründe.
Es macht mir Spass mit ihnen draußen zu sein, in den Wald zu gehen und ihnen neue Eindrücke zu verschaffen in vielen , vielen Bereichen und dabei ihre Neugierde, Interesse usw. zu sehen, aber ich/wir können nicht alles auffangen und das frustet mich und hat sich schon mal jemand überlegt wie der Alltag mit 25 Kindern ausschaut, wo über die Hälfte keine Bewegung hatte um sich auch mal auszutoben und statt dessen nur visuell beriesselt wurde über Stunden teilweise ?
Ich kann diesen Frust total verstehen .
Und ich bin den Schreibern der anderen Beiträgen dankbar für die Einblicke in eine andere Sichtweise .
Sie haben mich sehr bewegt und nachdenklich gemacht.

LG.Birgit