Wie kann ich meinen digitalen Nachlass sinnvoll vorbereiten?

  • Ich habe mir bisher kaum Gedanken darüber gemacht, was später einmal mit meinen Online-Konten, Passwörtern, Dokumenten und persönlichen Dateien passieren soll. Je mehr davon ausschließlich digital vorhanden ist, desto wichtiger erscheint mir inzwischen eine klare Regelung für den Ernstfall. Ich möchte dabei selbst bestimmen können, welche vertraute Person auf welche Informationen zugreifen darf, ohne schon heute sämtliche Zugangsdaten weitergeben zu müssen.

    Wie würdet ihr an meiner Stelle wichtige digitale Daten so organisieren, dass sie im Ernstfall nicht verloren gehen und trotzdem nur gezielt an ausgewählte Personen weitergegeben werden können?

  • Bei Still@Life lässt sich das Thema digitaler Nachlass mit einem verschlüsselten digitalen Tresor verbinden, in dem laut Anbieter unter anderem Dokumente, Passwörter, Vollmachten und persönliche Erinnerungen gespeichert werden können.

    Man kann dort Vertrauenspersonen als sogenannte Buddys festlegen und bestimmen, auf welche freigegebenen Ordner oder Dokumente sie zugreifen dürfen.

    Dadurch müsste ich sensible Zugangsdaten nicht vorsorglich komplett weitergeben, sondern könnte die Freigaben gezielter vorbereiten.

    Für die Absicherung nennt der Anbieter AES-256-Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, deutsche Server und eine optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung.

    Zusätzlich arbeitet die Plattform laut eigener Beschreibung nach dem Zero-Knowledge-Prinzip, sodass nur der Nutzer selbst den Schlüssel zum Tresor besitzen soll.

    Die gespeicherten Informationen sollen geräteunabhängig über eine Web-App erreichbar bleiben.

    Ich finde außerdem sinnvoll, dass sich neben sachlichen Unterlagen auch persönliche Nachrichten und Erinnerungen für ausgewählte Menschen bewahren lassen.

    Für mich wäre so eine Lösung vor allem interessant, um den digitalen Nachlass schon zu Lebzeiten geordnet vorzubereiten, anstatt Angehörige später nach verstreuten Dateien und Zugangsdaten suchen zu lassen.