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Geburtstage

Heute hat niemand Geburtstag.

SusanneH.

Sklaventreiberin

Beiträge: 1 932

1

Freitag, 18. September 2009, 09:10

Leistung muss sich wieder lohnen

Hallo,
ich poste das mal hier, falls es der falsche Bereich ist, bitte verschieben.
Ich stieß gestern auf einen sehr interessanten Beitrag den ich hier zur Diskussion stellen möchte. Nachzulesen ist er auf http://www.pi-news.net/2009/02/leistung-…-wieder-lohnen/

In schöner Regelmäßigkeit belehren uns Politiker des linken
Parteienspektrums, die Hartz-IV-Sätze in Deutschland seien nicht
ausreichend, um den Empfängern eine angemessene Teilhabe an unserer
Gesellschaft zu ermöglichen. So fordert Volker Beck am 29.01.2009, „den
Regelsatz im ALG II sofort auf 420 Euro zu erhöhen“ [1].
Mehrere – nicht näher genannte – Professoren gehen am 13.02.2009 sogar
noch einen Schritt weiter: sie fordern eine Erhöhung des Regelsatzes
auf 500 Euro

Auf den ersten Blick erscheinen die Regelsätze von 351 Euro für
einen Erwachsenen und 281 Euro bzw. 211 Euro für ein Kind natürlich
nicht besonders hoch. Um ein besseres Gefühl für die Größenordnungen zu
bekommen, wollen wir daher die folgende Frage betrachten:

Welche Leistungen erhält eine typische Bedarfsgemeinschaft
und wie viel muss ein Arbeitnehmer verdienen, um auf das gleiche
verfügbare Einkommen zu kommen?




Grundsätzlich hat ein Hartz-IV-Empfänger Anspruch auf die folgenden
Leistungen, die entweder von der Agentur für Arbeit oder von der Stadt
bzw. Gemeinde ausgezahlt werden:



Davon werden wir aber nur die Regelleistungen, die Mehrbedarfe und
die Kosten der Unterkunft und Heizung näher betrachten. Als Beispiele
für unsere Berechnungen verwenden wir die in [3] genannten Bedarfsgemeinschaften:



Mit den seit dem 1. Juli 2008 gültigen Regelleistungen und den angemessenen Brutto-Warmmieten für Berlin [4]
ergeben sich die folgenden Werte für die Regelleistung inkl. Mehrbedarf
(RL) sowie für die Kosten der Unterkunft und Heizung (KdU) der
jeweiligen Bedarfsgemeinschaft:



Damit ist der erste Teil unserer Frage beantwortet. Für den zweiten
Teil nehmen wir an, dass nur der Mann arbeitet, während die Frau (mit
den Kindern) zu Hause bleibt. Wenn wir von dem Gesamtbetrag, den die
Familie über ALG II erhalten würde, das Kindergeld [5]
abziehen, erhalten wir das Netto-einkommen, das der Vater mindestens
haben muss, um unter den Strich auf das gleiche verfügbare Einkommen zu
kommen. Für die Berechnung des Bruttoeinkommens verwenden wir den
Brutto-Netto-Rechner [6].



Für einen Alleinstehenden ergibt sich somit der äquivalenter
Stundenlohn eines ungelernten Arbeiters (5,61 EUR), bei der Großfamilie
bereits der Stundenlohn eines Facharbeiters (16,09 EUR).
Die Forderungen der Grünen bzw. der Professoren

Wenn wir diese Modellrechnung für eine Regelleistung von 420 EUR
(Volker Beck, Die Grünen) wiederholen, ergibt sich folgendes Bild:



Und schließlich für eine Regelleistung von 500 EUR (mehrere nicht näher genannte Professoren):




Durch diese „geringfügige“ Erhöhung des Regelsatzes müsste der
Familienvater den Stundenlohn eines Diplom-Ingenieurs besitzen (26,75
EUR), um unter dem Strich auf das gleiche verfügbare Einkommen wie mit
Hartz-IV zu kommen. Dies zeigt eindrücklich, wie realitätsfern
inzwischen manche Diskussionen in Deutschland geworden sind.
In unserer Modellrechnung haben wir die aktuellen Regelsätze für
Kinder unter 14 Jahre verwendet. Nach einem Urteil des
Bundessozialgerichts sind die Regelsätze aber verfassungswidrig; man
kann davon ausgehen, dass sie nach oben angepasst werden, was zu einer
weiteren Verstärkung des Ungleichgewichts zwischen Transferleistungen
und Einkommen durch Arbeitstätigkeit führen wird.

Was wurde nicht berücksichtigt

Leistungen, die in unserer Modellrechnung nicht berücksichtigt
wurden, sind die einmaligen Leistungen nach § 23 SGB II (z.B.
Erstausstattungen für die Wohnung einschließlich Haushaltsgeräten,
Erstausstattungen für Bekleidung einschließlich bei Schwangerschaft und
Geburt) oder die Befreiung von Gebühren und Zuzahlungen weil man dafür
keine sinnvollen Annahmen treffen kann. Ebenfalls nicht berücksichtigt
wurde die Tatsache, dass einem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit seiner
Arbeitstätigkeit Kosten entstehen, die er nicht oder nur teilweise
steuerlich geltend machen kann.
Fazit

Die Unverhältnismäßigkeit zwischen Transferleistungen und Einkommen
durch Arbeitstätigkeit, die durch unsere Modellrechnung aufgezeigt
wurde, entsteht dadurch, dass in Deutschland die Regelleistungen für
Kinder höher sind als das Kindergeld (211 bis 281 EUR verglichen mit
164 bis 195 EUR), die Tatsache, dass die Warmmiete von der Kommune
übernommen wird, und durch die progressive Besteuerung der
Arbeitseinkommen, wodurch das notwendige Bruttoeinkommen
überproportional ansteigt. Oder anders ausgedrückt: es lohnt sich in
Deutschland eher, viele Kinder zu haben und vom Staat zu leben, als
einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Die Folgen sind bekannt: immer mehr qualifizierte Deutsche verlassen das Land [7], während umgekehrt überwiegend Unqualifizierte nach Deutschland kommen [8]. Es ist abzusehen, dass dieser Prozess zum völligen Zusammenbruch des Sozialstaats führen wird.

„Leistung muss sich wieder lohnen.“ – Hans-Olaf Henkel, ehem. BDI-Vorsitzender.

Es ist nicht klar, auf wen sich diese Aussage im Jahr 2009 beziehen
könnte – die Deutschen, die mit ihren Steuern und Sozialabgaben diesen
Staat noch am Laufen halten, können damit jedenfalls nicht gemeint sein.

Quellen:

[1] http://www.volkerbeck.de

[2] http://www.focus.de

[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II

[4] http://de.wikipedia.org/wiki/Kindergeld

[5] http://www.spiegel.de

[6] http://www.sueddeutsche.de

[7] http://www.welt.de

[8] http://www.achgut.com
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Mich zu Lieben, ist Mut.
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Mich zu Haben, ein (Alp-)Traum.
Mich zu Verarschen, dein Untergang.
:ari2

SusanneH.

Sklaventreiberin

Beiträge: 1 932

2

Freitag, 18. September 2009, 09:17

Ich finde diese Zahlen erschreckend.
Nicht falsch verstehen. Ich möchte damit keinesfalls aussagen das Hartz IV Empfänger zu viel Geld bekommen. Arbeit wird einfach zu schlecht bezahlt, gerade für Familien mit Kindern müsste da etwas getan werden. Wie heißt es im Fazit, ich zitiere das nochmal:
es lohnt sich in

Deutschland eher, viele Kinder zu haben und vom Staat zu leben, als

einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Arbeit muss sich doch lohnen, so muss sich doch jeder Arbeitnehmer mit mehreren Kindern vera*scht vorkommen.
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phidalilu

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3

Freitag, 18. September 2009, 09:34

Hallo!

Klar muss sich Arbeit lohnen... Aber wenn man die Diskussion um Gehälter mit der Diskussion um die Höhe von HarzIV vermischt muss man aufpassen... Welche Forderung zieht man denn jetzt daraus? HarzIV runter? Nun sicher nicht, hier geht es um die Sicherung des Existensminimums und nicht um Fragen eines schönen Lebens... Alle Gehälter soweit rauf, dass ein Alleinverdiener davon auch noch eine 6-köpfige Familie ernähren kann? Die Folgen für die Wirtschaft kann sich sogar so ein "Wirtschaftsdepp" wie ich ausmalen... Was also dann???... Ich lande immer wieder beim Grundeinkommen (www.grundeinkommen.de)... Aber die Diskussion hatten wir auch schon ein paar Mal hier... Und dafür ist unsere Gesellschaft sicherlich noch nicht reif...

Liebe Grüße,
Dagmar

Goldi280

unregistriert

4

Freitag, 18. September 2009, 09:40

Hallo! Ich finde es ebenfalls erschreckend... Wenn ich wieder los gehe ab Oktober, dann verdiene ich eigentlich nicht schlecht, dafür das ich keine Ausbildung in meinem Beruf habe. Es ist eine kirchliche Einrichtung. Allerdings bekommt man da dann zu hören, das man halt mit 4 Kindern zu teuer ist. Ich kann irgendwie mom noch froh sein, das ich einen Festvertrag habe, aber was heißt das schon.... Angedroht wurde mir es schon, das man Gründe suchen wird um mich zu kündigen (weil ich leider in 4 Monaten 3x erkrankt bin) :S . Deswegen mußte ich auch wieder inmeinen Erziehungsurlaub zurück (hatte nach 1em Jahr Erziehungsurlaub wieder angefangen).
Nun bei einer Fortbildung, wurde es dann wieder erwähnt, wie teuer Arbeitnehmer mit vielen Kindern sind....( da könnte man 2 für einstellen) d.h. mehr Arbeiter in dem Bereich, wenn es jemand ist, der keine Kinder hat. Und meine Kollegen die da waren mich alle angeguckt... :S
Übelst oder???
Da sollte man schon mal was für die Arbeitgeber machen, damit Frauen auch mit vielen Kindern arbeiten gehen können ohne schlechtes Gewissen zu haben...
Ich liebe meinen Job. Ich bin seit 12 1/2 Jahren in diesem Beruf, beim letzten Kind das erstemal Erziehungsurlaub in Anspruch genommen, sonst immer wieder nach dem Mutterschutz los...

Wenn ich jetzt wieder losgehe, dann habe ich Angst krank zu werden, Angst davor, das meine Kinder krank werden könnten... Und gleichzeitig noch ein schlechtes Gewissen meinen Kollegen gegenüber... ;(

Aber ich gehe wieder und ich werde meine Arbeit so zuverlässig machen, wie ich es immer gemacht habe. Ich mache es für die Bewohner, die einem schon alleine mit ihrer Freude und ihrer Dankbarkeit eine Menge geben... :)

So nun genug geschrieben...

Liebe Grüße
Claudi und Familie :druck6

mutsch

Profi

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5

Freitag, 18. September 2009, 09:45

ich würde auch gern was soziales machen,kannst du mir verraten als was du arbeitest?gern auch per pn.

mein gelernter Beruf ist Zootechniker,da gibts ja in der Richtung gar nichts mehr und es wäre aus gesundheitl.Gründen wohl auch nicht mehr so richtig möglich.

liebe grüße mutsch

Mari-on

unregistriert

6

Freitag, 18. September 2009, 11:23

Ich müßte theoretisch ca. 900 Euro verdienen, um aus Hartz4 rauszukommen (Rest wird ja vom Unterhalt und Kindergeld gedeckt), aber finde mal ne Arbeit als Alleinerziehende mit 3 Kindern, keiner will einen, niemand, man wäre ein Risiko für den Arbeitgeber wegen der Ausfallquote bei gleich 3 Kindern. Dabei würde ein Job zumindest mir auch ein wenig Ego-Auftrieb verschaffen, auch wenn ich dadurch nicht unbedingt mehr habe, als wie mit Hartz4, alleine dieses "ich komm mir so bescheuert und unfähig vor", das würde wegfallen, dieses ungenutzt rumsitzen und dieses Abhängigkeitsgefühl. Für mich würde sich ne Arbeit schon aus dem Grunde lohnen, daß ich diese negativen Gefühle loswerde.

anni38

Moderator

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Danksagungen: 26

7

Freitag, 18. September 2009, 12:26

Hallo,

Das man mit Hartz4 nicht auskommt, das brauche ich hier nicht nocheinmal zu erwähnen, das wissen wir alle.Aber die Politiker sprechen immer darüber, das mehr für unsere Kinder getan werden muss, warum wird dann das Kindergeld aufs Hartz4 angerechnet?

Warum gibt es nicht genügend Betreuungsplätze? In den USA beispielsweise, gibt es Firmeninterne Kita´s, warum geht das hier nicht?

Als Mutter, bist du in unserer Gesellschaft nichts mehr Wert, da muss man sich über den Geburtenrückgang nicht wundern.Es gibt von Arbeitgebern immer die gleiche Frage, wenn man Kinder hat, was ist wenn Ihre Kinder mal Krank sind? Die Frage habe ich schon sehr oft gehört und wenn ich dann sage, mein Mann ist arbeitslos, der kann sich dann um die Kinder kümmern, habe ich als Antwort erhalten: Aber die Kinder brauchen doch dann die Mutter!!!

Ich möchte nicht mein Leben lang zu Hause sitzen, meine Kinder sind irgendwann einmal Groß und wie sieht es dann auf dem Arbeitsmarkt aus? Dann heisst es, sie sind zu lange aus dem Job raus.

Ein einziger Teufelskreis, ich finde unsere Politiker sollten sich mehr Gedanken über die Eingliederung nach dem Erziehungsurlaub machen, dann wären solche unsinnigen Statistiken nicht mehr nötig.

LG

anni38 :sonne

SusanneH.

Sklaventreiberin

Beiträge: 1 932

8

Freitag, 18. September 2009, 12:47

Hallo,

Das man mit Hartz4 nicht auskommt, das brauche ich hier nicht nocheinmal zu erwähnen, das wissen wir alle.Aber die Politiker sprechen immer darüber, das mehr für unsere Kinder getan werden muss, warum wird dann das Kindergeld aufs Hartz4 angerechnet?

Weil der Bedarf für die Kinder errechnet wird. Der Bedarf setzt sich aus den Kosten für Wohnen, Kleidung, Nahrung usw. zusammen.
Das Kindergeld deckt den Bedarf eines Kindes zum Teil ab. Wer arbeiten geht muss für den Restbedarf selber aufkommen, wer Hartz IV erhält bekommt den Restbedarf vom Staat (Steuerzahler).
Dann müsste man eher den Regelsatz für den Bedarf eines Kinder hoch setzen. Aber wer soll das denn noch bezahlen?
Und schaue dir doch die Auflistung mal an, schon jetzt steht man sich als Hartz IV Empfänger bei mehreren Kindern besser als jemand der zur Arbeit geht. Dann wäre ja diese Kluft noch größer.
Mich zu Treffen, ist Schicksal.
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:ari2

Mari-on

unregistriert

9

Freitag, 18. September 2009, 12:53

Zitat

schon jetzt steht man sich als Hartz IV Empfänger bei mehreren Kindern besser als jemand der zur Arbeit geht.

.
Kann ich ehrlich gesagt nicht so sagen, zumindest nicht als Alleinerziehende, ich muß ständig aus meinem Regelsatz dazubuttern, weils mit den Kinderregelsätzen einfach nicht paßt und ich wage mal zu behaupten, daß ich nicht über meine Verhältnisse lebe und nicht irgendwas kaufe, was nicht auch wirklich notwendig ist.

SusanneH.

Sklaventreiberin

Beiträge: 1 932

10

Freitag, 18. September 2009, 13:08

Hallo marion,
ne du verstehst das falsch. Les dir doch noch mal den ersten Beitrag durch.
Es behauptet doch niemand das man als Hartz IV Empfänger für die Kinder zuviel bekommt. Der Bedarf wurde von schlauen Leuten errechnet und das bestimmt knapp berechnet. Da ist nichts über, das ist bestimmt nichts dran um sich zu bereichern, reich zu werden oder sonstwas.
Es geht darum das jemand der arbeitet zu wenig verdient, dass dort etwas passieren muss. Grad wenn man Kinder vom Verdienst versorgen muss.
lg
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:ari2

Mari-on

unregistriert

11

Freitag, 18. September 2009, 13:21

Nein, versteh ich momentan wirklich nicht :-(
.
Aber was ist denn mit den Möglichkeiten von Wohngeld und Kinderzuschlag, wenn man für Hartz4 zuviel verdient? Ich finde, das sollte auch erwähnt werden, vor allem für die, die hier rein schaun mit geringem Lohn und ohne jegliche Unterstützung, ich kann mir vorstellen, daß das nicht jeder weiß, daß es das gibt.Oftmals gehen Geringverdiener davon aus, daß ihnen außer dem Kindergeld nichts weiter zusteht, da sollte man mal ein wenig Aufklärungsarbeit betreiben, damit diese Unterstützungen auch genutzt werden können von Menschen die es benötigen.

anni38

Moderator

Beiträge: 2 747

Danksagungen: 26

12

Freitag, 18. September 2009, 13:23

Kann ich ehrlich gesagt nicht so sagen, zumindest nicht als Alleinerziehende, ich muß ständig aus meinem Regelsatz dazubuttern, weils mit den Kinderregelsätzen einfach nicht paßt und ich wage mal zu behaupten, daß ich nicht über meine Verhältnisse lebe und nicht irgendwas kaufe, was nicht auch wirklich notwendig ist.



Wir sparen auch, wo es nur geht, wenn mein Mann nicht noch einen 400,- Euro Job hätte, würden wir gar nicht über die Runden kommen.

Es wäre schon sehr hilfreich, wenn es Mindestlöhne für jeden Berufszweig geben würde, wenn ich da an eine bestimmte Dogerikette denke, die ihren Mitarbeitern ( gelernt) 5,50,-Euro die Stunde bezahlt,da haben wir mit Hartz4 natürlich ein besseres Einkommen, aber andersrum, wenn ich feste Arbeit habe und unter die Einkommensgrenze falle, gibt es Möglichkeiten wie, zusätzliches Kindergeld beantragen, den Kinderfreibetrag erhöhen, Steuerliche Absätzungen wie Fahrtkosten, Arbeitsmaterial etc.

Alleine schon der soziale Standart wäre höher, ob nun mehr oder weniger Geld, als ein Hartz 4 Empfänger, die Gesellschaft betrachtet einen anders.

Wenn man einmal in dieser Maschinerie Hartz4 drin ist, ist es sehr schwer wieder herauszukommen.

Mein Wunsch ist es, das unsere Politiker nur einen Monat mal von Hartz4 leben müssten, dann wären solche Diskussionen nicht mehr nötig.

LG

anni38 :sonne

SusanneH.

Sklaventreiberin

Beiträge: 1 932

13

Freitag, 18. September 2009, 13:31


Mein Wunsch ist es, das unsere Politiker nur einen Monat mal von Hartz4 leben müssten, dann wären solche Diskussionen nicht mehr nötig.

LG

anni38 :sonne
Das wäre wünschenswert. Die Idee würde ich auch sofort unterstüzen. :ari
Mich zu Treffen, ist Schicksal.
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Mich zu Haben, ein (Alp-)Traum.
Mich zu Verarschen, dein Untergang.
:ari2

Mari-on

unregistriert

14

Freitag, 18. September 2009, 13:36

Zitat

Mein Wunsch ist es, das unsere Politiker nur einen Monat mal von Hartz4 leben müssten, dann wären solche Diskussionen nicht mehr nötig.

Ich würde das sogar noch ausweiten wollen mit allen Tücken und Schikanen, die es im Hartz4-Bereich so gibt. Ansonsten ist der Hartz4-Monat irgendwann rum und vergessen. Dieses Nichtwissen, ob das nächste Geld pünktlich auf dem Konto sein wird, das Antanzen im Jobcenter mit dem Abgekanzelt werden, daß man immer noch keine Arbeit hat, die Existenzangst, das Beschimpft werden als Sozialschmarotzer, auch das sollten die mal erleben, nicht nur mit wenig geld auskommen, sondern mit allem, was dazu gehört, ich glaube, das würde in Erinnerung bleiben.

anni38

Moderator

Beiträge: 2 747

Danksagungen: 26

15

Freitag, 18. September 2009, 13:41

Ich würde das sogar noch ausweiten wollen mit allen Tücken und Schikanen, die es im Hartz4-Bereich so gibt. Ansonsten ist der Hartz4-Monat irgendwann rum und vergessen. Dieses Nichtwissen, ob das nächste Geld pünktlich auf dem Konto sein wird, das Antanzen im Jobcenter mit dem Abgekanzelt werden, daß man immer noch keine Arbeit hat, die Existenzangst, das Beschimpft werden als Sozialschmarotzer, auch das sollten die mal erleben, nicht nur mit wenig geld auskommen, sondern mit allem, was dazu gehört, ich glaube, das würde in Erinnerung bleiben.



Ja Mari-on,

das wäre wünschenswert,aber ich vermute,dass die Selbstmordrate dann erheblich steigen würde;)

LG

anni38 :sonne

Mari-on

unregistriert

16

Freitag, 18. September 2009, 13:43

*autsch*
.
oder die der Amokläufe und Gewalttätigkeiten in den Argen seitens der "Kunden"....

Beiträge: 20

Geburtstag: 2. Mai 1978 (34)

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Cremlingen

Beruf: Kinderpflegerin

17

Freitag, 18. Mai 2012, 23:39

Seitdem ich wieder arbeite habe ich weniger, als wenn ich komplette leistungen bekommen würde...

Hallo

ich möchte mich kurz dazu äußern, dass ich dem Bericht voll und ganz zustimme. Arbeit muss sich wieder lohnen.

Kurz zu meiner Situation. Seitdem ich wieder arbeite, habe ich weniger Geld zur Verfügung, als vor meiner Arbeitsaufnahme wo ich komplette Unterstützung vom Staat bekommen habe.
Ich arbeite in Teilzeit in einer anderen Stadt, wo ich täglich mit dem Zug hinfahren muss, da ich mir kein Auto leisten kann. Ich habe mit Ausgaben meiner Monatskarte genau 69, 50 euro weniger, als vorher, wo ich noch komplette Unterstützung erhalten habe. Mittlerweile bekomme ich ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt weil mein Einkommen nicht ausreicht und die Väter meiner Kinder keinen unterhalt bezahlen, habe aber mehr Ausgaben. Ich arbeite in einem Kindergarten, wo ich mich selbstverständlich am Essensgeld beteiligen muss. auch das sind Ausgaben, auch wenn ich im Kindergarten mit esse. Kochen muss ich zu Hause trotzdem noch für meine Kinder und ich esse dann natürlich mit und koche dann auch für mich mit. Ich möchte mich wirklich nicht beschweren, denn ich gehe super gerne arbeiten und möchte meinen Kindern ein gutes Vorbild sein, aber ich möchte mich über das ganze System in Deutschland beschweren...Arbeit muss sich wieder lohnen!!!

Liebe Grüße
alleinerziehend1978

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