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Geburtstage

hope

unregistriert

1

Dienstag, 9. November 2010, 12:53

Ankämpfen gegen Vorurteile

Hallo,

also ich muss mir erst mal Luft machen. Ich hat nun einige Gespräche mit Bekannen bzw. auch meiner Familie über das Thema Kinderarmut in Deutschland bzw Ausland mit erschreckenden Ergebinissen. Ich bin wirklich schockiert über die einstellunf vieler Menschen was das Thema angeht. Die meisten würden Geld usw. für ein Kind im Ausland spenden jedoch nicht für eines in Deutschland mit den Begründungen wie: " das Amt zahlt doch alles" - " wer in Deutschland lebt dem geht es gut"- " Spenden würden eh nur für Alkohol und Zigaratten oder Haustiere draufgehen" . " Sachspenden verkauft bzw weggeworfen werden."

Also ich bin der Überzeugung das dem nicht so ist. Woher kommen immer diese Vorurteile? Ok schaltet man im die Mittagszeit den Fernsehr weiß man vllt woher solche Vorurteile kommen aber ich kann nicht nachvollziehen wieso die meisten Leute dann meinen " sie wollen ja gar nicht arbeiten ". Ich bin total sauer über solche Einstellungen und sehr enttäuscht sowas in meinem direkten Umfeld zu hören. Um dabei geht es ja nicht darum das man irgendwie die hälfte seines Einkommens verschenkt oder sonst irgendwas... ich habe genug teilweise neue Sachen im Keller für die ich einfach keine Verwendung mehr habe.. mich würde es einfach nur freuen, wenn jemand damit noch was anfangen kann. Es gibt sicherlich überall schwarze Schafe aber die Kinder können doch am wenigsten dafür, oder sehe ich da was falsch. Ich denke das sicherlich jeder mal mit solchen Vorurteilen zu tun hatte und vllt war das hier auch schon mal ein Thema oder ist als Thema auch nicht erwünscht. Ich kann mir vorstellen das sich durch solche EInstellungen der Mitmenschen viele nicht trauen hilfe anzunehmen um nicht in diesese Schiene gedrängt zu werden. Ich weiß echt nicht wie ich damit umgehen soll wenn man so angegriffen wird weil man ein Paket wegschicken will???!!!

Boa ..so.. danke nun gehts mir besser! :ahahaha:

Jamie

Profi

Beiträge: 1 543

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Schleswig-Holstein

2

Dienstag, 9. November 2010, 13:20

Hallo Hope,

ich kann deinen Unmut sehr gut verstehen! Mit solchen intolleranten Menschen hab ich auch schon zu tun gehabt. Wenn diese Menschen sich nicht die Mühe machen und hinter die Kulissen schauen, dann sieht man eben nicht alles. Gerade die, denen es richtig schlecht geht, die sieht man nicht im Fernsehen oder den ganzen Tag beim Bäcker zum Kaffee trinken.

Leider gibt es- wie überall- auch hier sehr viele schwarze Schafe. Aber wenn man sich mit dem Thema mal richtig beschäftigt und sich auch die Mühe macht, Menschen kennenzulernen, die unter der Armutsgrenze leben, wird man feststellen, wie vielen es hier im reichen Deutschland schlecht geht.



Ich habe auch anfangs von meiner Familie und Freunden eher skeptische bis mitleidige Blicke bekommen, so nach dem Motto: meine Güte ist die einfältig. Aber inzwischen habe ich ihnen von den Schicksalen hier erzählt- natürlich ohne Namen zu nennen- und inzwischen wird mein Engagement zumindest akzeptiert. Wenige fragen auch mal, wie geht es denn der oder der Familie, von der du erzählt hast. Aber das ist eher die Seltenheit. Ja, das kann einen traurig machen. Aber solange die Medien diese Vorurteile auch noch unterstützen, um Einschaltquoten zu bekommen, wird sich daran nicht viel ändern. Ich würde es sehr begrüßen, wenn es mehr ehrliche Berichte zu dem Thema geben würde.

LG Jamie
Der Anfang ist die Hälfte des Weges.

Koreanisches Sprichwort

Beiträge: 989

Geburtstag: 30. Juli 1977 (34)

Geschlecht: Weiblich

3

Mittwoch, 10. November 2010, 19:32

Laßt dich nicht bange machen.
Ich finde es toll das du helfen möchtest.
Ich würde ach gerne helfen nur leider stehe ich auf der anderen Seite.
Viele Leute sind halt durch die Medien verunsichert.
Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast.

(Marc Aurel)



"Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer."
(Konfuzius)

Zamba

unregistriert

4

Mittwoch, 10. November 2010, 22:23

Vorurteile ..ja da hab ich grade aktuell auch was "nettes" erlebt.
Ich bin auf der Suche nach Stühlen für jemanden aus dem Forum . Einfach 4 Stühle damit eine Familie als Familie zusammen am Tisch sitzen und essen kann .
Im I-Net hab ich welche gefunden und gehandelt ;) . Dabei hab ich die Bedürftigkeit erwä#hnt und eine Zusage erhalten. Die Zusage inkl. Emailadresse habe ich weiter geleitet an eben diese Familie damit Sie einen Termin zum abholen machen können. Die Freude war groß , der Preis OK und die Mama hat eine Mail getippt mit bitte um Rückruf aufs Handy .
Darauf hin gabs eine Absage ....die Stühle , die übrigens ganz normal ohne Vorbehalte oder besondere Vorgabe für 30 € im Inet standen und die ich auf 20€ runter gehandelt habe , gäbe es nur für Bedürftige .
Auf meine Nachfrage was denn nun nicht stimme habe ich zur Antwort bekommen , wer einen PC , Internet und Handy besitzt ist NICHT bedürftigt und bekommt die Stühle nicht .
Das es ein altes Handy , ein oller PC der mehr röhrt wie alles andere sein könnt auf die Idee kommt dieser Mensch wohl nicht . Aber Rechenschaft sind wir dem nicht schuldig und rechtfertigen müssen wir uns auch nicht. Soll er seine blöden Stühle behalten , hoffe er bleibt nun drauf sitzen !
Geantwortet habe ich nur kurz und schmerzlos ......Schön das es Menschen gibt zu nichts wissen außer die Wahrheit ihrer Vorurteile .
Erst hab ich mich geärgert , aber das bringt ja auch nichts . DIe Energie verwende ich lieber darauf Stühle zu finden !

hope

unregistriert

5

Mittwoch, 10. November 2010, 22:35

Ja den Kommentar habe ich auch gehört.. also nach sehr vielen Meinungen ist man nur bedürftig wenn man

- kein Handy hat

-keine Haustiere

-Nichtraucher

-weder Pc noch.. ganz ganz schlimm teures Internet

-Auto -eine Todsünde



habe ich was vergessen? So nach dem Motto-- solange man sich Luxus leisten kann hat man keine Hilft nötig... aber was soll man machen... ich lasse die Leute so denken es bringt ja eh nix dagegen viel anzureden.. wobei meine Facebookfreunde diese Seite hier schon teilweise in ihre Seite integriert haben:) Ein kleiner Schnritt für das Forum ein großer.....

:)

Mera

Fortgeschrittener

Beiträge: 215

Danksagungen: 5

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

Beruf: vielbeschäftigte Mama

6

Mittwoch, 10. November 2010, 22:48

Boah Zamba!
Ja Handy... wer die Tel- Rechnung nicht zahlen konnte, bekommt sein Tel erst wieder freigeschaltet wenn eine Kaution gezahlt wurde( war zumindest mal so)
und PC... es gibt jede Menge alte PCs.... schon vor 10 jahren hat man alte PCs scghon in die Ehemali9gen Ostblockstatten mitgenommen... also selbst bei " Bedürftigen" in diesen Staaten sind solche Geräte anzutreffen.
Wer Kinder ab der 7ten Klasse hat kommt schier nicht mehr aus ohne PC und Bewerbungen in technischen Berufen MÜSSEN oft online Abgegeben werden.

Bei wem Armut erst anfängt, wenn man nur eine Garnitur Kleidung, Keine Schuhe und nur eine karge Mahlzeit hat, ist wohl Zeitmäßig im letzten Weltkrieg hängengeblieben.

Aber ich kenne diese Vorurteile auch.

Deswegen nenne ich es auch nicht Armut sondern: "finaziell schlechter gestellt", " Finanziell benachteiligt" oder ich nenne die gründe für die benachteiligung: z.B Arbeitslos, Krankheitsbedingte Frührente, Kinderreich, Firmeninsolventsbetroffen, Arbeitsplätze- ins- Ausland- verlagert- Betroffen, Mit schulden vom ehepartner sitzengelassen....
das wird meist eher verstanden.

es ist schon eine Plage.

Dass es jede Mnege übergewichtige arme gibt, weil vitaminreiches bioessen teuer ist... und Schrebergärten nicht mehr zum wiisensgut der neuen armen gehören... ach es gibt einfach so viel die überhaupt nciht über die jetzige zeit bescheid wissen.

Besucher13

unregistriert

7

Donnerstag, 11. November 2010, 00:00

Hallo Zamba, ich stimme Dir total zu - es ist einfach mies von diesem Verkäufer ...

Goigo

Profi

Beiträge: 868

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Graz

8

Montag, 15. November 2010, 19:12

Hallo,
ich finde auch, dass man Armut nicht so einfach an bestimmten Gütern festmachen kann. Es hängt auch vom "Besitz" vor der Arbeitslosigkeit ab. Wenn man z.B. einen neuen Haushalt mit neueren Geräten hat, eine gute Grundgarderobe und neue Schuhe und dann in die Armut rutscht wird man zuerst einmal alles haben wie bisher, hat aber trotzdem zuwenig Geld für gesunde Lebensmittel oder für seine Kinder für Schulveranstaltungen, Sport oder ähnliches. Armut bei uns sieht man oft auch erst auf den zweiten Blick. Aber ein Handy oder ein PC ist noch kein Indiz für Reichtum.
Lg Iris

eviemary

unregistriert

9

Samstag, 18. Juni 2011, 19:25

Armut in BRD

Hallo Zusammen,



vorurteile hin und her, ich hab da meine ganz eigende Meinung über die Armut hier in Deutschland. Da ich selber vor 23 jahren mal kurzfristig von der Sozialhilfe abhängig gewesen bin, weiß ich dass es heute bessere Hilfe gibt, als damals zu meiner Zeit. Ich stand allein Erziehend mit meine Tochter nach der Geburt ohne eine Abgeschlossende Ausbildung und ohne finazielle Hilfe da.Als meine Tochter zwei Jahre alt war, bin ich Nachts am Fließband von 22 Uhr bis 4 Uhr Arbeiten gegangen, meine Mutter bereute damals Nachts meine Tochter und ich konnte meinen Lebensstandard wieder selber bestreiten. Wenn ich heute so zurück denke, war es für mich eine sehr harte Zeit, ich hatte kaum noch Schlaf, weil ich tagsüber für meine Tochter sorgen musste.



Damals gab es keine o.g. Einrichtungen wie die "Tafel" oder "Kleiderhilfen" oder das Forum , Bereuungsplätze für Kinder mit ein warmes Essen, zb. die "Asche"



Ich finde dass zu viel gejammert wird, wir sind schon ein "SOZIALSTAAT", woanders sieht es ganz anderes aus, zb. in Amerika. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man auch mit Kindereichen Familien heut zu tage Arbeiten gehen kann, wenn die Kinder im Kindergarten gehen und einem ganzstagsplatz haben oder für ein Euro in verschiedenen Arbeitseinrichtungen für 3 Std pro Tag. Manchmal hat man Glück , dass man übernommen wird. Heute bekommt man auch von dem Arbeitsamt kostenlos Schulungen gestellt. Ich denke einfach, dass es uns so manche noch zu gut geht, auch hier im Forum sind Benutzer, die sich mit kleinigkeiten einfach nicht zu frieden geben, sie klagen über die Kleidungshilfe, dass die Hemden nicht ordnentlich gebügel sind oder über andere Sachen. Aber selber mal intensive in die Hand nehmen, darüber wird erst gar nicht drüber nachgedacht. Natürlich gibt es auch andere die aus Gesundheitsgründen nicht mehr Berufstätig sein können und trotzdem gehen diese Menschen nicht unter.



Ich finde schon ganz klasse, dass es solches Forum gibt, obwohl ich schon desöftern, dass gefühl gehabt habe, dass manche Menschen dieses Forum auch ausnutzen, auf kosten der her die es dingend benötigen oder brauchen und dass finde ich persönlich sehr schade.



Bis dahin erst mal, LG eviemary

Jeanne d'Arc

unregistriert

10

Sonntag, 19. Juni 2011, 12:35

Zitat

Hallo Zusammen,



vorurteile hin und her, ich hab da meine ganz eigende Meinung über die Armut hier in Deutschland. Da ich selber vor 23 jahren mal kurzfristig von der Sozialhilfe abhängig gewesen bin, weiß ich dass es heute bessere Hilfe gibt, als damals zu meiner Zeit. Ich stand allein Erziehend mit meine Tochter nach der Geburt ohne eine Abgeschlossende Ausbildung und ohne finazielle Hilfe da.Als meine Tochter zwei Jahre alt war, bin ich Nachts am Fließband von 22 Uhr bis 4 Uhr Arbeiten gegangen, meine Mutter bereute damals Nachts meine Tochter und ich konnte meinen Lebensstandard wieder selber bestreiten. Wenn ich heute so zurück denke, war es für mich eine sehr harte Zeit, ich hatte kaum noch Schlaf, weil ich tagsüber für meine Tochter sorgen musste.



Meine Zeit als ich das erste mal alleinerziehend war, ist zwar noch keine 23 Jahre her, aber auch schon etwas über 10 Jahre. Das Sozialamt sprang nicht ein, da Ex sich an der Adresse nicht abgemeldet hat. Es war, auch wenn’s noch nicht so lange her ist, wie bei dir, eine völlig andere Situation, Hilfe zu bekommen, wie es heutzutage der Fall ist, deshalb stimme ich dir in
dem Punkt zu: weiß ich dass es heute bessere Hilfe gibt, als damals zu meiner Zeit


Zitat


Damals gab es keine o.g. Einrichtungen wie die "Tafel" oder "Kleiderhilfen" oder das Forum , Bereuungsplätze für Kinder mit ein warmes Essen, zb. die "Asche"



Auch dem stimme ich zu, wobei ich anmerken möchte, dass es auch heute nicht überall der Fall ist, dass es für jeden Bedürftigen die Möglichkeit der Tafel, Kleiderhilfe und Betreuungsplätze für Kinder mit warmen Essen gibt. Es wäre der Idealfall, wenn es so wäre und ist auch in den überwiegenden Gegenden der Republik so vorhanden, aber es ist nicht die Regel.


Zitat

Ich finde dass zu viel gejammert wird, wir sind schon ein "SOZIALSTAAT", woanders sieht es ganz anderes aus, zb. in Amerika. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man auch mit Kindereichen Familien heut zu tage Arbeiten gehen kann, wenn die Kinder im Kindergarten gehen und einem ganzstagsplatz haben oder für ein Euro in verschiedenen Arbeitseinrichtungen für 3 Std pro Tag. Manchmal hat man Glück , dass man übernommen wird. Heute bekommt man auch von dem Arbeitsamt kostenlos Schulungen gestellt



Wenn die Kinder betreut sind, empfinde ich es als moralische Pflicht, sich dort einzusetzen, wo man gebraucht wird. In erster Linie betrifft das einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt, wenn dieses nicht möglich ist, dann eben anderswo. Allerdings schränke ich das ein wenig ein, denn es bringt im Endeffekt kaum jemandem etwas, z.B. an sinnlosen Maßnahmen teilzunehmen, damit die Arbeitslosenstatistik dadurch beschönigt wird. In dem Fall bleibt einem aber immer noch, sich selbst etwas zu suchen, wo man sich konstruktiv einsetzen kann - auch wenn man sich dabei keine goldene Nase verdient, sondern lediglich für andere Menschen da ist (was heute viel viel zu kurz kommt).

Kostenlose Umschulungen sind leider nicht in jedem Fall möglich. Ich kenne eine ganze Menge Leute, die gerne eine machen würden, denen es aber versagt bleibt, aufgrund ihres Alters (ich bekomme keine mehr, da mittlerweile 40 ), ihrer Möglichkeiten oder aus anderen Gründen.


Zitat

. Ich denke einfach, dass es uns so manche noch zu gut geht, auch hier im Forum sind Benutzer, die sich mit kleinigkeiten einfach nicht zu frieden geben, sie klagen über die Kleidungshilfe, dass die Hemden nicht ordnentlich gebügel sind oder über andere Sachen. Aber selber mal intensive in die Hand nehmen, darüber wird erst gar nicht drüber nachgedacht. Natürlich gibt es auch andere die aus Gesundheitsgründen nicht mehr Berufstätig sein können und trotzdem gehen diese Menschen nicht unter.


Der Zustand „Gutgehen“ definiert jeder für sich selbst anders. Das hat mit dem Erlebten, wie auch dem Gewohnten zu tun. Selbstverständlich muß man als mündiger Erwachsener in der Lage sein, Abstriche machen zu können und in der Lage sein zu können, seine Gewohnheiten in der Richtung zu ändern, wenn man es nicht kann, muß man dran arbeiten. Es ist sicher für jemanden, der viele Annehmlichkeiten gewohnt ist, ein heftiger Abstieg, auf dieses verzichten zu müssen und sich in seinen Erwartungen mäßigen zu müssen, als für jemanden, für den ein solches Leben am finanziellen Abgrund ständige Gewohnheit ist und der gelernt hat, sich damit zu arrangieren.


Zitat

Ich finde schon ganz klasse, dass es solches Forum gibt, obwohl ich schon desöftern, dass gefühl gehabt habe, dass manche Menschen dieses Forum auch ausnutzen, auf kosten der her die es dingend benötigen oder brauchen und dass finde ich persönlich sehr schade.


Solche Menschen findet man überall im Leben. Foren sind da „nur“ die Spitze des Eisbergs, die ausgenutzt werden. Es geht tiefer in die Materie, wenn auch Ämter und Sozialverbände für eigene Zwecke ausgenutzt werden in der Hinsicht, sich auf Kosten anderer zu bereichern.

Es wird oft gesprochen von finanzieller Armut, oftmals denke ich aber, dass das größere Problem die Armut an Gewissen, Ehre und Moral darstellt.

Ein gutes Thema, aktuell und meinungsverschieden, ich freu mich auf weitere Diskussion.

eviemary

unregistriert

11

Sonntag, 19. Juni 2011, 14:57

Wenn die Kinder betreut sind, empfinde ich es als moralische Pflicht, sich dort einzusetzen, wo man gebraucht wird. In erster Linie betrifft das einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt, wenn dieses nicht möglich ist, dann eben anderswo. Allerdings schränke ich das ein wenig ein, denn es bringt im Endeffekt kaum jemandem etwas, z.B. an sinnlosen Maßnahmen teilzunehmen, damit die Arbeitslosenstatistik dadurch beschönigt wird. In dem Fall bleibt einem aber immer noch, sich selbst etwas zu suchen, wo man sich konstruktiv einsetzen kann - auch wenn man sich dabei keine goldene Nase verdient, sondern lediglich für andere Menschen da ist (was heute viel viel zu kurz kommt).




Hallo Jeanne,





zu diesen Abschnitt stimme ich Dir ebenfalls zu. ....Aber in den meinsten Familien, werden die Kinder als Grund vorgeschoben, nicht Arbeiten gehen zu müssen. Es ärgert mich sehr, wenn ich mir oft anhören muss, dass Hartz IV Empfänger- Familien - Alleinerziehende auf grund dessen nicht berufstätig sein können, wegen Ihre Kinder, ob wohl diese heut zu tage in Kindergärten oder Schulen bis Nachmittags bereut sind. Dass nenne ich reine Bequemlichkeit. (.... Warum auch, unser Staat zahlt doch !!!) Andere gehen für die "Arbeiten" über Jahre und zahlen ein, wobei die anderen lieber nur jammern und überalles meckern und sich mit NICHTS zufrieden geben können. :ari

Erst letztes Jahr habe ich aus geholfen, bei der Tafel und habe gestaunt wieviel "GUT" Erhaltende Lebensmittel die Hilfbedürftigen bekommen. Von " Markenprodukten" wie Jarobs Körnung- Kaffee, Teekanne, Friseur-Gutscheine, für die Familien, Deutsche Butter usw. Ich wäre froh gewesen, wenn ich damals diese möglichkeit gehabt hätte. Oder die Kleiderkammer, Gut erhaltende Kleidungsstücke für 1,50€ - 2,50€ und trotzdem sind die meisten, die diese Hilfen bekommen, damit unzufrieden, dass kann ich nicht nachvollziehen. Ich selber gebe ständig gut erhaltende kleidungsstücke dort ab, oder auch Haushaltswaren.



Ich hab zwei mal von null angefangen mit zwei kleine Kinder und habe trotz allem immer Arbeit gefunden und wenn ich als Reinigungsfrau beschäftigt war und habe als alleinerziehende mit zwei KInder mein Lebensstandart allein gemeistert, dadurch bin ich nicht "reich" gewurden, aber ich und meine Kinder konnten damit Leben, wir hatten immer zu Essen und wurde es mal knapp so musste ich halt mehr Stunden Arbeiten. Ich frag mich warum klappt dass nicht bei den anderen ???... Wenn man Arbeiten gehen möchte, auch Ohne eine Abgeschlossende Ausbildung und eine Familie ernähren muss, dann sollte man nicht wählerisch sein und dass annehmen was kommt. Um auch den Kindern ein Vorbild zu sein. Dass ist meine Meinung dazu.



Davon abgesehen hätte ich damals die möglichkeit gehabt, wäre ich auch für ein Euro arbeiten gegangen. Ich persönlich finde diese Maßnahme voll und ganz in ordnung, um die Menschen wieder am Arbeit zu gewöhnen, die lange Zeit zuhause Hartz IV empfangen haben.



So nun hoffe ich , dass vielleicht noch andere sich an unsere Diskussion anschließen, bis demnächst wieder, LG eviemary ;)

gaestin

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12

Sonntag, 19. Juni 2011, 16:55

damals

ich habe es hier schon ein paarmal geschrieben, bis Juli 1979
hatte man die Wahl, acht Wochen nach der Geburt wieder zur Arbeit
zu gehen oder die Stelle war weg. Ab 1. Juli 1979 konnte man
sechs Monate zu Hause bleiben und bekam ein paar Mark. Die Stelle
wurde sechs Monate gehalten. Danach, wieder arbeiten oder sie war weg.

Ich kenne einige Fälle persönlich, wo es durchaus ginge und eine
Arbeit möglich wäre, aber wenn man nicht muß, ist die Unterstützung
einigen bequemer. Wie gesagt, eine Arbeitsstelle gäbe es, vielleicht
nicht die absolute Wunschstelle, aber immerhin. Es gibt Leute, die sich in ALG2 einrichten
und manche, die absolut keine Alternative haben.

bigmamma

Schüler

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13

Sonntag, 19. Juni 2011, 17:15

in machen sachen habt ihr sicher recht aber mal ein beispiel





die tafel bei uns verlangt für 3 peronen 4,50 an gebühren dafür habe ich 1 kleines brot 2 brötchen 2 joghurts und 3 äpfel bekommen und das soll laut tafel 1 woche reichen ich weis ja nicht wo ihr da kaffee und so bekommt also hier ganz sicher net und wenn die mal sachen abzugeben haben wollen die pro kleidungsstück 4 euro haben



hort und kita bereuuung

nciht überall hat mann sofort einen krippen kita oder hortplatz viele warten bis zu 4 jahre auf einen platz in kita und wnen die einsparungspläne weiter so voran gehen wie sie durch die presse gingen bekommen arbeitslose keinen kita freiplatz mehr und auch keinen hortplatz wie soll man da arbeiten gehen.

ich bekomme als arbeitslose 3h hort pro tag frei den rest muss ich selber draufzahlen weil ich laut arge ja verpflichtet bin bis 15 uhr mein kind in den hort zu schicken länger ist der hort nicht auf wo soll das kind danach hin wenn man bis 18 uhr oder länger arbeitet oma und opa haben wir also kann mann nur halbtags arbeiten und das mit fast 40 ist mann laut arbeitgebern zu alt für einige bzw hat mann keine moddelmaße ist mann gleich raus . es gibt sicher viele die nicht arbeiten wollen aber eben nicht alle ich bin auch für 1,25euro arbeiten gegangen und nur weil mein kind mal 3 tage krank waren rausgeflogen das sollte man vieleicht auch mal bedenken
http://www.dshini.net/de/spage/5aecc814-bdd4-13c4-6914-99c23d27cbda

Jeanne d'Arc

unregistriert

14

Sonntag, 19. Juni 2011, 17:22

Zitat

Es ärgert mich sehr, wenn ich mir oft anhören muss, dass Hartz IV Empfänger- Familien - Alleinerziehende auf grund dessen nicht berufstätig sein können, wegen Ihre Kinder, ob wohl diese heut zu tage in Kindergärten oder Schulen bis Nachmittags bereut sind.


Ich weiß jetzt nicht, ob du damit meinst, daß du davon ausgehst, daß es generell die Möglichkeit gibt, die Kids bis nachmittags betreuen zu lassen oder ob du diejenigen meinst, dessen Kinder bis nachmittags betreut sind.

Im ersteren Fall möchte ich anmerken, daß es in vielen Einrichtungen heutzutage nur eine Betreuung bis 13 Uhr gibt, nennt sich dann verläßliche Grundschule bzw. haben viele Kindergärten auch heute noch nur bis um 14 Uhr auf. Förderschulen haben teils nur bis 11.45 oder 13.15 Uhr auf, ohne einen dazu gehörenden Hort zu haben und Tagesmütter, wie auch Hortplätze sind rar, letztere gehören oftmals einer bestimmten Schule an, so daß man sein Kind dort nicht reinbekommt.
Aber die, die eine weitergehende Betreuung haben und die Möglichkeit hätten, einen Job anzunehmen, der zeitlich hierzu paßt (wenn man Fahrtzeit etc. mit einrechnet), bei denen setze ich auf jeden Fall bei intakter Gesundheit voraus, daß sie sich nachweislich bemühen.

Jeanne d'Arc

unregistriert

15

Sonntag, 19. Juni 2011, 17:49

Zitat

und wurde es mal knapp so musste ich halt mehr Stunden Arbeiten. Ich frag mich warum klappt dass nicht bei den anderen ???


Ich denke, das ist multikausal und kann man nicht mit einer Begründung beantworten. Jeder ist in seiner ureigenen Situation, der eine hat Glück und die Oma übernimmt die Kinder, so daß man aufstocken kann, ein anderer hat Pech und keinerlei Familie vor Ort und auch keine andere weitergehende Betreuung ergattert (die ja doch oftmals rar ist), ins Regal legen oder an die Garderobe hängen kann man die Kids nicht mal eben für die zeit, wo man arbeiten ist.
Dann kommen selbst verständlich auch noch Gründe dazu, wie fehlende öffentliche Verkehrsmittel zu späteren Zeiten, wenn die Arbeitsstelle zu weit entfernt ist, oder daß vom Betrieb her nicht vorgesehen ist, mehr Stunden zu machen, und und und, aber eben auch oftmals, daß der Wille hierzu nicht vorhanden ist.

Zitat

Davon abgesehen hätte ich damals die möglichkeit gehabt, wäre ich auch für ein Euro arbeiten gegangen. Ich persönlich finde diese Maßnahme voll und ganz in ordnung, um die Menschen wieder am Arbeit zu gewöhnen, die lange Zeit zuhause Hartz IV empfangen haben.


Da muß ich mich als jemand outen, der das nicht in jedem Fall für sinnvoll hält. Es gibt gute Maßnahmen, wie auch sinnlose. Ich persönlich halte nichts davon, z.B. in eine Maßnahme gesteckt zu werden, wo ich 3Stunden am Tag 4mal die Woche kleine Spielzeugautos eintüten muß (Toys2Kids), mit dem Ziel, daß ich mich an einen geregelten Tagesablauf gewöhne.
Unser Tagesablauf ist geregelt, anders ginge es auch gar nicht, und das stupide Eintüten von kleinen Spielzeugautos würde mich komplett verblöden lassen. Dann pfeif ich lieber auf den Euro die Stunde (wovon ich auch noch den Bus bezahlen muß) und tu was sinnvolles z.B. ehrenamtlich, auch wenn ich keinen Cent dafür bekomme, sondern "nur" Arbeit am Menschen leiste, da weiß ich, daß ich gebraucht werde und nicht einfach abgestellt, um die Statistiken zu beschönigen.

Auf all meine Bewerbungen habe ich wenn, dann nur Absagen bekommen. Alleinerziehende Mütter, dazu noch mit 3 Kindern (und die Behinderungen hab ich nichtmal erwähnt) sind einfach kaum gefragt auf dem Arbeitsmarkt. An meiner Ausbildung und meinen Zeugnissen kann es nicht liegen, auch Zusatzqualifikationen hab ich zwischendurch immer wieder gemacht. Einige potentielle Arbeitgeber waren wenigstens so ehrlich, zu sagen, daß sie keine Alleinerziehenden mit mehr als einem Kind einstellen und wenn, dann nur mit einem Kind, was schon älter ist. Das hat mich eine gewisse zeitlang sehr frustriert, für was habe ich mich damals so reingekniet in der Ausbildung. Heute weiß ich für was, um im Leben etwas zu erreichen. Ich habe vielleicht nicht meinen Traumjob gefunden, aber ich weiß, wie es ist, sich reinzuknien und sich zu bemühen, sich den Hintern aufzureißen und Leistung zu bringen und irgendwann werd ichs hoffentlich nochmal einsetzen können - ohne an Hartz4 zu versauern (mit dem ich jetzt seit 4 Jahren ein heftiges Ego-Problem habe und alles Schönreden bringt vorne und hinten nichts, es ist nunmal finanziell, wie auch gesellschaftlich gesehn ein krasser Abstieg, mit dem ich mich nicht abfinden kann und bei dem ich ständig das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen, weil davon abhängig bin - auch wenn mich überhaupt keiner deshalb angreift, für mich persönlich ist es ein Makel, welches an mir haftet und oft genug harder ich mit der Situation, die mich da reingetrieben hat, ich habe kein Problem damit, wenig Geld zu haben, aber ich habe ein Problem damit, oftmals menschenunwürdig behandelt zu werden, wobei ich, so denke ich, mich auch oftmals in Gedanken verrenne).

Susan1900

unregistriert

16

Sonntag, 19. Juni 2011, 18:59

@eviemary

in vielen Punkten gebe ich Dir recht.

Doch seit "Einführung" der sog. Rundumbetreuung der Kinder, wird vorgekaukelt das die Kinder allzeit betreut werden können.
Ich selbst erlebe täglich diesen Jonglierakt und bin froh das meine Kinder inzwischen soweit "selbständig" sind und ich etwas beruhigter mich zur Arbeit begebe.
Die wenigsten Arbeitszeiten heute liegen innerhalb der Öffnungszeiten von Hort oder Kindergarten.
Egal ob man beim Discounter arbeitet oder als sonstiger Dienstleister, kinderfreundliche Arbeitszeiten findest Du fast nur noch im Büro. Vor zwanzig Jahren war es mit Kind arbeiten gehen, deutlich einfacher als heute, obwohl es weniger Betreuungsmöglichkeiten gab.
Die Arbeitszeiten waren mütter-väterfreundlicher, es gab Chefs und Kollegen die Verständnis für die Familie hatten. Heute leben im immer stärker werdenen Konkurenzkampf zwischen Singelkollegen, Gewinnmaximierung und allzeit bereit. Du brauchst heute nirgends mehr fragen ob man einen Tag frei bekommt, weil das Kind eine Schulaufführung hat oder krank ist.

Genauso in ich nicht dafür aus dem Kreissaal ab in die Fabrik. Ich bin der Meinung die ersten Jahre sind sehr sehr wichtig für Kinder. Das mag altmodisch klingen, doch ich habe beide Erfahrungen bei meinen Kindern machen müssen/dürfen.

Viel wichtiger als eine immer größer werdenende staatliche Erziehung, finde ich Familienarbeit wieder mehr anzuerkennen, die Arbeit die "nur" Hausfrauen leisten mehr wert zuschätzen, junge Mütter und Väter wieder zu lehren was es heißt eine Familie zu führen. Denn keine Erzieherin kann die Eltern ersetzen.
Wichtig finden würde ich wieder Arbeitzszeiten zu schaffen, damit Mutter/Vater arbeiten gehen können, während ihr Kind betreut ist. Mehr Verständis von Arbeitsgeber und Kollegen für die Famile, einfach in Miteinander.


@geastin

Heute bin ich nicht immer unbedingt der Meinung jede Arbeit anzunehmen, gerade als Frau läuft man ganz stark Gefahr in schlechtbezahlte Hilfsarbeit zu rutschen und dort schafft man es nur in den seltesten Fällen wieder heraus. Ich habe es jahrelang so gemacht, nach dem Motto hauptsache Geld in der Kasse.
Die Folge davon war, keinerlei Chance auf Weiter- oder Umschulungsmöglichkeiten, keinerlei Chance auf Zurückführung in den alten Beruf . Leider leben wir in einer Gesellschaft, wo oftmals fleiß und arbeiten gehen bestraft wird und so lange sich daran nichts ändert, werden wir weiter ganz viele Sozialschmarozer haben.


:sonne Susan

eviemary

unregistriert

17

Sonntag, 19. Juni 2011, 23:47

Genauso in ich nicht dafür aus dem Kreissaal ab in die Fabrik. Ich bin der Meinung die ersten Jahre sind sehr sehr wichtig für Kinder. Das mag altmodisch klingen, doch ich habe beide Erfahrungen bei meinen Kindern machen müssen/dürfen.


Hallo,

grundsätzlich bin ich deiner Meinung, aber wenn dass Geld nicht reicht muss man dazu verdienen um über die runden zu kommen. Ich wär auch viel lieber zuhause geblieben zu mindestens bis mein jüngster Sohn in den Kindergarten gekommen wäre. Später dann kam die Scheidung und ich musste für meine zwei Kinder alleine auf kommen, obwohl ich Ehegatten-Unterhalt und kindes-Unterhalt bekam, reichte diese finanzielle Hilfe nicht aus und vom Amt zu leben kam für mich nicht mehr infrage. Natürlich war ich körperlich wie auch seelich am Ende, denn der Scheidungskrieg blieb auch für mich und für meine Kinder nicht ohne folgen. ...Und trotzdem habe ich mich nicht gehen lassen. Ich habe alles mögliche Ausgeschöpft um mich und meine Kinder zu finanzieren. Ich habe meine Kinder nicht vorgelebt vom Amt zu leben, was natürlich viel bequemer gewesen wäre.



Ich habe nicht in Luxus gelebt, wir hatten nur ein Fernsseher, eine kleine Stereoanlage, die z.Zw. nicht mehr funktiontüchtig war, ein ganz normales Haustelefon. kein Computer, keine Haustiere, keine PS3, mehrere Fernseher, Leptops usw. was heute die meisten Hilfebedürftigen zu Hause haben.



Ich hab zwei Bekannte, die eine hat 4 Kinder und die andere hat 2 Kinder, beide allenstehend, beide gehen nicht Arbeiten, leben seit Jahren von der ARGE. Die eine mit zwei Kindern, bemüht sich noch nicht einmal, die Kinder gehen auf die Gesamtschule bis Nachmittags. Sie hat ursprünglich Verkäuferin gelernt, aber nach Ihrer Einstellung kann Sie diesen Beruf nicht mehr ausführen, weil Sie dann mit Ihren Haushalt nicht mehr zu recht kommt. Sie hat eine Umschulung vom Arbeitsamt bekommen, diese hat sie ab gebrochen, aus verschiedene Gründe.

Die andere Bekannte mit 4 Kinder, ist eben falls seit mehreren Jahren nicht mehr Berufstätig, wegen Ihre Kinder. Die Kinder sind im alter von 16, 13, 10, 3 1/2 Jahren, der ganz kleine hat schon einem Kindergartenplatz bis 17 Uhr, die anderen 10 und 13 Jahren gehen zur Hauptschule und der 16 Jährige geht seit 2 Jahren gar nicht mehr zur Schule. Aber beide Parteien Leben mehr an Luxus als ich es je als alleinerziehende mit zwei Kinder gehabt habe.

Jetzt frag ich nach; " Wie kann dass sein" in unsere Gesellschaft ???....



Beide Parteien gehen 2x Wöchentlich zur Tafel, bekommen seit Jahren Ihr Lebensunterhalt von der Arge, Kindergeld, Kindes-Unterhalt und leben dennoch nicht schlecht..... Und Sie geben sich mit nichts zu frieden, aber Arbeiten kommt für meine Bekannten nicht zumindest jetzt noch nicht infrage, wie Sie sich ausdrücken. Beides sind es gesunde Frauen im Alter von 44-48 Jahren. Die eine mit zwei Kinder hat eine komplette Eingerichtete drei Zimmerwohnung, mit zwei Fernseher, zwei Computer, eine PS3, die andere 5 Zimmerwohnung, alle drei Kinder besitzen in Ihre Zimmer Fernseher + Anlage, der 16 jährige eine PS3 und dazu ein Leptop, dass Leptop muss er sich teilen mit meiner Bekannten, achso die Handys habe ich vergessen, bis auf den ganz kleinen 3 1/2 jährigen haben alle Kinder ein Handy und meine zwei Bekannten. Dass alles gehört zum Modernen Leben dazu.



Meine beiden Bekannten Leben besser, als einer der Ungelernter Arbeiter ist, der seine 8-10 Std. jeden Tage seine Arbeit nach geht. Und muss dann noch Abgaben für Sozialbedürftige abdrücken, wo ist da die Gerechtigkeit????????????.............



Nein wirklich dafür hab ich KEIN Verständnis !!! Ich musste manchmal als Reinigungskraft die ersten Jahren als ich mit meine Kinder alleine da stand, mehr als 6-8 Std Arbeiten um überhaupt um die Runden zu kommen, da gab es kein Luxus bei uns, wie beim meinen Bekannten.



Ich weiß wirklich nicht ob man da noch von " ARMUT" sprechen kann ???....

Es macht mich sehr traurig, wenn ich dass alles so sehe, auch denke ich oft über die Kinder nach, die Lernen von klein auf, dass man heute nicht mehr fleißig sein braucht, man bekommt ja solsch ein Leben vorgelebt, warum dann noch Arbeiten gehen. Das ist sehr Traurig !!!



So für heute Abend mal genug, bitte nicht persönlich nehmen, LG eviemary :sonne

Susan1900

unregistriert

18

Montag, 20. Juni 2011, 06:28

eviemary,
ich will jetzt keinen Wettkampf mit Dir ausfechten, es gibt Familien, die haben nichts anderes gelernt als vom Stütze zu leben und fühlen sich wohl damit, diese Art Schmarotzer gab es vor 20 Jahren und die gibt es heute, doch ich denke nicht alle sind so.

Es gibt eine Armut in Deutschland, egal wie sie aussehen mag, ob finanziell oder sonst etwas.

Wenn ich an mich zurückdenke war es überhaupt kein Problem eine Arbeit zu finden, irgendetwas gab es immer. Dem ist heute nicht mehr so. Was glaubst Du wie lange ich schon nach einem zusätzlichen 400 Eur Job suche oder einer Vollzeitstelle ?

Im übrigen habe ich in meinem Leben noch nie von einem Cent Sozialhilfe gelebt.

Es gibt Situationen im Leben, die führen dich in Armut und an den Rande der Gesellschaft, teils sind sie selbst verschuldet aber oftmals durch Schicksale.

:sonne Susan

grincat1

Supermietze

Beiträge: 1 472

Danksagungen: 11

19

Montag, 20. Juni 2011, 08:03

@ evimary and all

Ich gebe dir grundsätzlich Recht und verstehe deine Problematik aber lese mal weiter oben den Bericht von Zamba zb... einen Tv zu besitzen oder ein Händy ist für mich nicht unbedingt das Maß an Luxus......wie alt sind diese Dinge, sind die Sachen auf Raten gekauft, noch aus "besseren "Zeiten, oder gesponsort von Oma usw, haben die Kids dafür gespart....Kofirmation usw.......man muss immer die einzelnen Geschichten auch ein wenig hinterfragen...

Hast du deinen Bekannten mal gesagt was Du davon hälst?

Wenn dem so ist wie du sagts dann lassen sie es sich "gutgehen" und diese Art von Menschen wird es immer geben! Und nein das hat dann nicht was mit Armut zu tun.....Aber es gibt auch genug Fälle die anders aussehen und anders leben müssen! Die immer durch das Raster rutschen und an supersinnlosen Gesetzten und Ideen zb auflaufen, die Behörden nicht mal selber erklären können! Und gerne Arbeiten wollen!

Zitat

Einige potentielle Arbeitgeber waren wenigstens so ehrlich, zu sagen, daß sie keine Alleinerziehenden mit mehr als einem Kind einstellen und wenn, dann nur mit einem Kind, was schon älter ist. Das hat mich eine gewisse zeitlang sehr frustriert, für was habe ich mich damals so reingekniet in der Ausbildung. Heute weiß ich für was, um im Leben etwas zu erreichen. Ich habe vielleicht nicht meinen Traumjob gefunden, aber ich weiß, wie es ist, sich reinzuknien und sich zu bemühen, sich den Hintern aufzureißen und Leistung zu bringen und irgendwann werd ichs hoffentlich nochmal einsetzen können - ohne an Hartz4 zu versauern (mit dem ich jetzt seit 4 Jahren ein heftiges Ego-Problem habe und alles Schönreden bringt vorne und hinten nichts, es ist nunmal finanziell, wie auch gesellschaftlich gesehn ein krasser Abstieg, mit dem ich mich nicht abfinden kann und bei dem ich ständig das Gefühl habe, mich verteidigen zu müssen, weil davon abhängig bin - auch wenn mich überhaupt keiner deshalb angreift, für mich persönlich ist es ein Makel, welches an mir haftet und oft genug harder ich mit der Situation, die mich da reingetrieben hat, ich habe kein Problem damit, wenig Geld zu haben, aber ich habe ein Problem damit, oftmals menschenunwürdig behandelt zu werden, wobei ich, so denke ich, mich auch oftmals in Gedanken verrenne).
Dem Zitat schließe ich mich für mich mal voll an!

Hier habe ich zb sehr lange gekämpft um Kigaplätze zu bekommen, mein Sohn Zb kam erst mit 4 1/2 in der Kindergarten und er wäre es nicht gekommen vor 5 wenn ich nicht auf die Barikaden gegangen wäre! Dabei ging es mir nicht nur um seine "Betreuung" sondern vorangig um seine Entwicklung! Mann mag mir verzeihen das ich Kindergärten/Hort/ Schulen etc nicht nur als Kinderverwahreinrichtungen sehe! Da ich aber eine noch jüngeres Kind hatte wurde mir immer gesagt ja sie müssen ja eh noch zu Hause sein....und unter 3 Jahre Plätze sind hier sowas von rar..... Familie etc gibst hier nicht zum betreuen! Im Gegenteil der Rest, mußte noch lange zuzüglich betreut werden!

Vieles mit der Betreung ist auf dem Papier gesetzlich geregelt aber nicht in der Realität umzusetzen!

Auch nett!!!
Ein Sätze die mir immer wieder begenet egal ob beim Amt selber, Rententrägern, Arbeitgebern.....
es betraf Umschulungen, Weiterbildungen, Arbeit und und und

"Wir haben genug gesunde Menschen ohne Arbeit", da bekommen sie wohl keine umschulung!
" Dafür sind sie Überqualifiziert sie habe ja nen Abschluß da dürfens sie nicht?!
"Wofür sollten wir das Ihnen den noch geben?"
"Sie werden doch eh nichts mehr finden auf dem Arbeitsmarkt, wir packen Ihre Akte mal nach ganz unten, ich weiss jetzt auch nicht was wir da machen könnten......!
"Suchen sie mal selber und geben sie an das man für Behinderte Förderung bekommt"
Arbeitgeber finden aber Behindertenausweise und Gleichstellungsanträge so toll wie ne Prüfung vom Finanzamt!

"zitat; Ja gut man bekommt erst ne Förderung aber mann wird euch danach nicht wieder los und muss euch nach der Förderung noch ne Weile behalten........Wir arbeiten nur noch mit Leihfirmen und Kurzverträgen....."
"2 Kleinkinder, da liegt ihre Ausfallquote aber zu hoch das geht nicht......"


Ich verstehe diese Ansichten und Teile sie zum Teil auch aber leider kann man das nicht immer verallgemeinern....hier im Forum allein gibst soooo viele Einzelfälle und Schicksale!
Das man seinen Lebenunterhalt wenn irgendwie geht selber betreitet und die damit Verbundenen Wertevorstellungen an seine Kinder weitergibt setzte ich mal als Grundgeben vorraus!!!
Und ich denke das DAS die meißten hier versuchen.

lg grincat1
*"Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?"
"Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin Du möchtest", sagte die Grinsekatze.*
*Wer nicht hinter mir steht, steht mir im Weg* :phat:


Jeanne d'Arc

unregistriert

20

Montag, 20. Juni 2011, 08:32

Zitat

Ich habe meine Kinder nicht vorgelebt vom Amt zu leben, was natürlich viel bequemer gewesen wäre.


Hättest du es denn gemacht, wenn dir keine andere Wahl geblieben wäre?

Zitat

Ich habe nicht in Luxus gelebt, wir hatten nur ein Fernsseher, eine kleine Stereoanlage, die z.Zw. nicht mehr funktiontüchtig war, ein ganz normales Haustelefon. kein Computer, keine Haustiere, keine PS3, mehrere Fernseher, Leptops usw. was heute die meisten Hilfebedürftigen zu Hause haben.


Darf ich fragen, wieviele Hilfebedürftige du kennst? Ich kann mich in diesem was heute die meisten Hilfebedürftigen zu Hause haben nicht wiederfinden.

Zitat

Ich hab zwei Bekannte, die eine hat 4 Kinder und die andere hat 2 Kinder, beide allenstehend, beide gehen nicht Arbeiten, leben seit Jahren von der ARGE. Die eine mit zwei Kindern, bemüht sich noch nicht einmal, die Kinder gehen auf die Gesamtschule bis Nachmittags. Sie hat ursprünglich Verkäuferin gelernt, aber nach Ihrer Einstellung kann Sie diesen Beruf nicht mehr ausführen, weil Sie dann mit Ihren Haushalt nicht mehr zu recht kommt. Sie hat eine Umschulung vom Arbeitsamt bekommen, diese hat sie ab gebrochen, aus verschiedene Gründe.

Die andere Bekannte mit 4 Kinder, ist eben falls seit mehreren Jahren nicht mehr Berufstätig, wegen Ihre Kinder. Die Kinder sind im alter von 16, 13, 10, 3 1/2 Jahren, der ganz kleine hat schon einem Kindergartenplatz bis 17 Uhr, die anderen 10 und 13 Jahren gehen zur Hauptschule und der 16 Jährige geht seit 2 Jahren gar nicht mehr zur Schule. Aber beide Parteien Leben mehr an Luxus als ich es je als alleinerziehende mit zwei Kinder gehabt habe.


Wenn beide Bekannte von Alg2 leben, dann sind sie verpflichtet, sich Arbeit zu suchen, sonst werden sie sanktioniert, das ganze wird regelmäßig überprüft und auch beim 16jährigen wird die Arge ein Auge drauf haben, daß er nen Schulabschluß und ne Lehre macht, denn bei U25 ist die "Stütze" oft noch schneller "eingefroren" als bei den älteren Herrschaften. Meine Tochter wird dieses Jahr 15 und auch sie wird dieses Jahr noch ihren ersten Termin bei der Arge haben, da man ab 15 zu den erwerbsfähigen Hilfeempfängern zählt.

Zitat

Beide Parteien gehen 2x Wöchentlich zur Tafel, bekommen seit Jahren Ihr Lebensunterhalt von der Arge, Kindergeld, Kindes-Unterhalt und leben dennoch nicht schlecht..... Und Sie geben sich mit nichts zu frieden, aber Arbeiten kommt für meine Bekannten nicht zumindest jetzt noch nicht infrage, wie Sie sich ausdrücken. Beides sind es gesunde Frauen im Alter von 44-48 Jahren. Die eine mit zwei Kinder hat eine komplette Eingerichtete drei Zimmerwohnung, mit zwei Fernseher, zwei Computer, eine PS3, die andere 5 Zimmerwohnung, alle drei Kinder besitzen in Ihre Zimmer Fernseher + Anlage, der 16 jährige eine PS3 und dazu ein Leptop, dass Leptop muss er sich teilen mit meiner Bekannten, achso die Handys habe ich vergessen, bis auf den ganz kleinen 3 1/2 jährigen haben alle Kinder ein Handy und meine zwei Bekannten. Dass alles gehört zum Modernen Leben dazu.


Zur Tafel kann ich nichts sagen, ich habe damit keine guten Erfahrungen gemacht, was den lebensunterhalt von der Arge betrifft, so wird selbstverständlich das Kindergeld, wie auch Kindesunterhalt vom Kinderregelsatz abgezogen und das was über dem Regelsatz noch wäre, dann der Mutter abgezogen, das Alg2 stockt also sozusagen nur auf das auf, was zum Regelsatz noch ergänzt werden muß.

Zitat

komplette Eingerichtete drei Zimmerwohnung


Ich weiß nicht, was du unter komplett eingerichtet verstehst, aber es ist nicht Usus, daß Alg2-Empfänger in unkomplett eingerichteten Wohnungen leben müssen. Auch meine Wohnung ist überwiegend komplett eingerichtet - aber sicher kein Luxus.
Auch in meiner Wohnung gibt es mittlerweile für jeden einen PC - die ich eigenhändig aus Elektronikschrott zusammen gebaut habe aus dem, was andere entsorgen wollten.
Auch wir haben mehrere Fernseher - der eine sollte als Sperrmüll entsorgt werden, den hab ich für nen 6er Cola bekommen, den nächsten hab ich ner Bekannten für 10 Euro abgekauft und der meinige ist B-Ware von Aldi für nen halben Preis (mit Röhre versteht sich).
Man könnte also auch über mich sagen, ich lebe in Luxus mit so vielen PCs und Fernsehern - aber ist es wirklich Luxus?

Zitat

Sie hat eine Umschulung vom Arbeitsamt bekommen, diese hat sie ab gebrochen, aus verschiedene Gründe.


naja, dann wird sie sanktioniert worden sein im Anschluß daran und müßte normalerweise die Kosten für die Umschulung erstatten. Falls dem nicht der Fall sein sollte, waren es Gründe, die vom Arbeitsamt anerkannt wurden.

Zitat

Meine beiden Bekannten Leben besser, als einer der Ungelernter Arbeiter ist, der seine 8-10 Std. jeden Tage seine Arbeit nach geht. Und muss dann noch Abgaben für Sozialbedürftige abdrücken, wo ist da die Gerechtigkeit????????????.............


Es kommt auf den Blickwinkel des Betrachters an. Du vergleichst das Leben beider mit dem, welches du als Alleinerziehende hattest. Was wäre dir denn lieber? Wenn die beiden in einer runtergekommenen Kaschemme wohnen würden auf viel zu engen Raum mit Bananenkartons als Schränke und auf kaputten Matrazen schlafen würden? Wie hätte in deinen Augen ein Hilfebedürftiger verdient zu leben?

Malen wir das ganze mal ein wenig aus, man hat ja Phantasie:

Sollten Hilfeempfänger ihre Möbel und Elektrogeräte, die sie noch aus der Zeit vor Hartz4 hatten, eintauschen gegen ältere, vielleicht auch kaputte Sachen, damit sie standesgemäß und nicht im (augenscheinlichen) Luxus leben und erst bei Nachweis dessen, einen Antrag auf Alg2 stellen dürfen?
Sollte Handykauf demnächst von einem gültigen Arbeitsvertrag abhängig gemacht werden?
Sollte ein Internetzugang demnächst ebenfalls von einem gültigen Arbeitsvertrag abhängig gemacht werden?
Sollte demnächst eine Sozialflat bei allen Telefonanbietern die Regel sein - inklusive Schnurtelefon mit Wählscheibe in den Farben orange, grün und grau?

Die Zeit bleibt nicht stehn. Wir leben heute in ganz anderen Standarts als vor 10 oder 20 Jahren. Was dem einen als Luxus erscheint, ist für die meisten heutzutage durchschnittlicher Lebensstandart.

Vielleicht wird es mir einer übelnehmen, wenn ich schreibe, Alg2-Empfänger müssen nicht zwangsläufig aufgrund dessen, daß sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, einen Lebensstandart führen, der irgendwo in den 70ern oder 80ern stecken geblieben ist.

Wie definiert man überhaupt Luxus im Allgemeinen? Welche Ausnahmen sind erlaubt?
Was bedeutet fleissig zu sein, um den Kindern ein gutes Vorbild zu bieten? Ist eine Frau, die keine Arbeit hat auch geichzeitig faul? Was bedeutet Faulheit im allgemeinen? Faul gleich arbeitslos gleich Hilfeempfänger? Und Hilfeempfänger gleich Menschen, die im unverdienten Luxus leben gleich Menschen, über die man richtet?

Ich habe mir vor 20 Jahren geschworen, niemals irgendwelche staatliche zusätzliche Unterstützung bekommen zu wollen und selbst wenn ich Dreck fressen müßte (sorry), aber ich habe umdenken müssen, denn ich habe Kinder und diese haben es verdient, daß ich dafür sorge, daß sie lebenwert leben dürfen. Und wenn ich aufgrund der persönlichen Situation keinen Job bekomme, der uns aus dem Schlamassel zieht, dann ist es als Mutter meine verdammte Pflicht, nen Bückling auf dem Amt zu machen, damit Geld reinkommt, wovon ich meinen Kindern Nahrung kaufen kann und nicht irgendwo herumkrebse aus Stolzeswillen und meine Kinder dadurch unterversorgt werden.

Es klingt oftmals so leicht, zum Amt zu gehn und Stütze abkassieren. Ich begleite andere Hilfeempfänger desöfteren zum Amt, weil es ihnen mehr als schwerfällt, dieses überhaupt zu betreten, sie haben Angst, sie fühlen sich schlecht, sie fühlen sich als Klotz am Bein der Gesellschaft, sie wissen nicht, was sie im Amt sagen sollen und sind teils auch mit Anträgen wie Widersprüchen hoffnungslos überfordert, wieder aus Angst, etwas falsch einzutragen und dafür sanktioniert zu werden.

Als Alg2-Empfänger hat man vielleicht ein Leben, das einen nahrungsmäßig, wie auch wohnungstechnisch über Wasser hält (so man keine anderweitigen Aufwendungen hat, die von keiner Leistung abgedeckt werden), aber es ist alles andere als ein freies Leben. Man gehört quasie dem Staat, der einen versorgt und ganz schnell sanktioniert, wenn man (auch unwissend) gegen etwas verstößt. Es ist eine Abhängigkeit, die viele vielleicht nichtmal zur kenntnis nehmen, entweder ist ihnen das nicht bewußt oder sie sind zu abgestumpft, andere wiederum leiden darunter, weil sie lieber unabhängig wären.

Ich stehe nicht als Repräsentantin für Millionen von Arbeitslosen, ebenso wenig die beiden Bekannten, von den hier geschrieben wurde, jeder Fall ist anders gelagert, ein jeder Betroffene hat seine persönliche Situation und läßt einen oftmals auch nur vor die Fassaden schauen, so daß evtl. auch mal ein ganz falsches Bild von jemanden entsteht. Gleichwohl gibt es auch die Klischee-Hartz4-Empfänger, die mit ihrer Einstellung und ihrem Handeln eine breite Masse von Menschen verunglimpft, die zwar auch Hartz4 bekommen, aber alles andere als Klischee sind, nur werden diese kaum erwähnt - dabei sind es nicht wenige und nicht die Ausnamen.

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