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Geburtstage

bobdh

unregistriert

1

Dienstag, 27. April 2010, 16:10

Wie kann man am besten helfen?

Hallo,

zum Glück sind wir selbst nicht von dem Thema betroffen, aber in unsere Nachbarschaft ist vor einiger Zeit eine Familie eingezogen, die betroffen ist.
Jetzt habe ich das "Problem", dass ihr Sohn gerne mit uns Radfahren gehen möchte, aber sein Fahrrad nicht dafür geeignet ist. Der Mantel ist kaputt und es ist viel zu klein. Außerdem ist der Junge sehr aggressiv und auf unsere Kinder eifersüchtig.
Wir möchten ihn aber auch nicht im Regen stehen lassen und Gespräche mit den Eltern gingen bis jetzt immer daneben, da sie sich nicht dafür zu interessieren scheinen.
Wir haben ihm schon einige Male das Rad repariert und "borgen" ihnen hin und wieder etwas, wobei wir nicht mehr auf Rückgabe hoffen. Was sollen wir tun?
Natürlich wollen wir nicht ausgenutzt werden, denn so dicke haben wir es dann auch nicht, aber ... die Kinder sind eben auch Kinder wie meine.

Grüsse

Martina

Angel

Pfiffikus

Beiträge: 4 457

Danksagungen: 39

2

Dienstag, 27. April 2010, 16:17

huhu
wie alt ist denn der junge :?:
und ich finde das :

Zitat

Wir möchten ihn aber auch nicht im Regen stehen lassen

gut,von euch.
und das ihr sein rad repariert.
lg angel :love:
ps-.herzlich willkommen bei uns :love3
Jede Nacht sitzt der Teufel an meinen Bett und bewundert sein Meisterwerk :)



"Ironie setzt Intelligenz beim Empfänger voraus."
:rofl:

Beiträge: 1 325

3

Dienstag, 27. April 2010, 16:22

erstmal ein herzliches willkommen ,

ich finde es toll ,das ihr euch so für den jungen einsetzt ,ihm sogar das rad fertig macht.
zu deiner frage ,vielleicht über den verschenkemarkt ein rad in richtiger größe besorgen und es bei euch stehen lassen ,so könnte er mit euch immer mit und das rad wäre fit.
allerdings muß ich sagen,das ich das verhalten der eltern nicht verstehen kann .das eigene kind sollte einem nie egal sein.
Ich bin nicht zu dick ,ich bin nur untergroß :D


bobdh

unregistriert

4

Donnerstag, 29. April 2010, 07:54

Erst einmal danke für eure Antworten. Das mit dem Fahrrad vom Verschenkemarkt kommt für mich nicht in Frage, weil es andere gibt, die es sicher besser brauchen.

@ Angel: Der Junge ist 9 und seine kleine Schwester 3.

Das Problem ist, dass der Junge unnötig aggressiv ist und so seinen Frust und seine Eifersucht auslebt. Jetzt ist es schon so weit, dass mein Sohn nicht mehr zum Fußball will, weil der Junge auch dabei ist (G-Jugend, da mein Kleiner erst 5 wird). Leider sind mein Sohn und gleichaltrige Zwillinge die einzigen aus der Nachbarschaft, die noch etwas mit der Familie zu tun haben wollen.
Alle anderen haben sie und v.a. die Eltern durch ihr nichtreagieren, bereits so verärgert, dass niemand mehr etwas mit ihnen zu tun haben will.
Natürlich sind die anderen schuld, wenn man die Mutter fragt, aber wenn ihre Tochter meiner Tochter die Barbie wegnimmt, die die gerade geschenkt bekam oder der Junge meinen sexuell belästigt oder "nur" aggressiv wird, dann hört für mich der Spaß auf.

Ich muss es doch einfach schaffen die Eltern aufzurütteln, sonst wird der Junge noch frustrierter.

Probleme sind:
1) Der Junge ist IMMER alleine und hat KEINE gleichaltrigen Freunde.
2) Mein Sohn (4 1/2) hat ein größeres und besseres Fahrrad als der Neunjährige.
3) Wir haben angeboten, dass die Kleine mit dem Fahrrad unserer Tochter üben darf, aber vergiß es. Dazu müßte man ja die Wohnung verlassen. Außerdem weiß ich nicht wo dann das Fahrrad landet.

etc.

So jetzt habe ich mehr als genug gejammert. Jetzt drucke ich erst einmal ein Foto des Jungen vom Fußball gestern aus, damit die Mutter mitkriegt, was sie verpaßt, wenn sie nie hingeht. Außerdem muß ich arbeiten.

Adios,

Martina

Carosternchen

unregistriert

5

Donnerstag, 29. April 2010, 08:09

Martina,

so gern du dein Helfersyndrom ausleben willst ... deine Kinder sollten dir wichtiger sein :-)

Und wenn dein Sohn nicht mehr zum Fußball will, weil DER da ist, dann sollte man ihn glaub ich nicht zwingen, zu Hause Zeit mit dem Jungen zu verbringen oder ihn dazu bringen, seine Sachen mit dem Jungen zu teilen -

meine Mutter hat früher auch gerne "Sozialfälle" aus dem Kindergarten/Wohnumfeld zu uns eingeladen und ich kann mich eigentlich nur dran erinnern, dass nach solchen Aktionen Spielzeug fehlte und dass ich genau den Leuten später dann aus dem Weg gegangen bin und gar nix mit ihnen zu tun haben wollte.



Was sagen denn deine Kinder dazu, dass du dich ausgerechnet für jemanden um ein Fahrrad kümmerst, dem sie aus dem Weg gehen?



Generell helfe ich natürlich auch gerne, sonst wäre ich nicht hier, aber in dem von dir geschilderten Fall weiß ich nun nicht, ob du da die Dankbarkeit für deinen Einsatz kriegst, die dir gebührt, oder ob du nicht enttäuscht wirst, weil sich auch mit dem tollen Fahrrad nichts am Verhalten des Jungen ändern wird.

GuteLauneFee

unregistriert

6

Donnerstag, 29. April 2010, 08:35

Hallo Martina,

also bei allem Verständnis, aber ich kann verstehen, dass sich im Grunde alle anderen Eltern udn Kinder zuzück gezogen haben.

Ich glaube dieser Familie ist am ehesten damit geholfen, wenn man da mal einen Anruf beim Jugendamt tätigt. Du hast geschrieben:

der Junge meinen sexuell belästigt oder "nur" aggressiv wird, dann hört für mich der Spaß auf.

Da wären bei mir die Sicherungen durchgeknallt.... sorry, aber sowas geht ja wohl überhaupt nicht. Wo soll das denn enden?

Glaube nicht dass Du Deinen Kindern damit etwas gutes tust, wenn Du sie weiterhin unter diesen Umständen mit diesen Nachbarskindern spielen läßt. Und wenn die Eltern da so gar kein Interesse zeigen und gegen das Verhalten ihrer Kinder etwas unternehmen, dann kann man da nicht wirklich helfen bzw. in meinen Augen nur entsprechende Stellen informieren.

ranguna

unregistriert

7

Donnerstag, 29. April 2010, 13:30

Helfen aber wie

Hallo Martina,
schön, dass du dich engagierst - nur manchmal ist wirklich professionelle Hilfe angesagt und da macht es mehr
Sinn, hier die entsprechenden Hinweise zu geben, sprich Jugendamt informieren.

Wenn der Junge deinen Sohn sexuell belästigt (warum hast du das in " ..." geschrieben ?),
dann hat er mit 9 Jahren möglicherweise eigen Erfahrungen gemacht, die er in diesem Alter noch nicht haben sollte.
Das ist aber nicht leicht festzustellen und es wird ihm mehr helfen, wenn er entsprechende Hilfe bekommt.
Und wenn die Eltern sich wirklich so wenig um ihre Kinder kümmern, ist hier vielleicht eine Sozialpädagogische Familienhilfe angezeigt, die die Familie über das Jugendamt bekommen kann -oder der Junge kann vielleicht in eine Hortgruppe oder etwas ähnliches kommen, sodass er neben den Erfahrungen in der Familie auch noch andere Erfahrungen machen und Vorbilder haben können.

Du schreibst:

Das Problem ist, dass der Junge unnötig aggressiv ist und so seinen
Frust und seine Eifersucht auslebt.

Ich denke, kein Kind ist unnötig aggressiv - nur können außen Stehende oft nicht erkennen, was ein Kind dazu bringt sich so zu verhalten. Das sind :help: versteckte Hilferufe der Kinder und meiner Meinung nach, sollte hier auch ein Kinderpsychologe hinzugezogen werden.

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Benutzer die sich bedankten:

gaestin (29.04.2010)

gaestin

Profi

Beiträge: 1 157

Danksagungen: 45

Geschlecht: Weiblich

8

Donnerstag, 29. April 2010, 16:04

Jugendamt

ich würde unbedingt das Jugendamt informieren. Der Junge

braucht professionelle Hilfe. Du meinst es sehr sehr gut

aber so kannst Du ihm am besten helfen.

Schmetterling

unregistriert

9

Freitag, 30. April 2010, 00:06

Mir tut der Junge leid. Ich empfinde es so wie manche Schreiber vor mir: Die Verhaltensweisen des Jungen sind Hilferufe seiner Psyche. Und wenn er sexualisiertes Verhalten zeigt, läuten bei mir die Alarmglocken. Außerdem ist es gar nicht gut, dass er "immer allein" ist. Ich vermute mal, dass er sein Elternhaus nicht gerade liebevoll und geborgen erlebt, sonst würde er einen glücklicheren, ausgeglicheneren Eindruck machen. Das hat nichts damit zu tun, ob er nun in materiell ärmeren oder reicheren Verhältnissen aufwächst. Entscheidend ist in erster Linie die Nestwärme, die ein Kind von seinen Eltern erhält. Und die scheint dem Jungen zu fehlen. Wahrscheinlich sind die Eltern nicht in der Lage dazu, dem Kind das zu geben, was es psychisch braucht, weil sie es selber nicht in sich haben. Natürlich vergleichen sich Kinder untereinander und messen sich gegenseitig an dem, was der eine hat und der andere nicht hat. Und je mehr Defizite ein Kind auf psychischer Ebene hat, umso mehr wird es wahrscheinlich darunter leiden, wenn es im Vergleich mit dem, was andere Kinder haben, auch unter materiellen Entbehrungen leiden muss.
Fahrrad: Ich würde , wenn ich das Geld übrig hätte, ein gebrauchtes für den Jungen besorgen. Aber wenn meine Kinder nichts mit ihm zu tun haben möchten, müsste ich das auch akzeptieren. Das ist deren Freiwilligkeit. Ich kann ja nicht von meinen Kindern verlangen, dass sie dafür herhalten müssen, damit es dem Jungen besser geht, auch wenn der Junge mir noch so leid tut. Jedenfalls braucht er Hilfe, und fragt sich, welche hier am besten ist, damit der Junge diese Hilfe nicht als negativen Eingriff in sein Leben erlebt.

bobdh

unregistriert

10

Dienstag, 1. Juni 2010, 09:44

Ist der Brief zu krass?

Hallo, ich habe mich entschlossen ein "besonderes" Geschenk für den Jungen zu gestalten.
Außerdem suche ich gerade ein Fahrrad für die kleine Schwester.

Für seine Eltern habe ich folgenden Brief gestalten, die Kindernamen ersetze ich hier durch xxx

Es geht los:


Ich weiß nicht, was bei Ihnen los ist, aber mir fällt auf, dass xxx ein unglückliches Kind ist, und sich durch sein Verhalten die Freundschaft aller Kinder in diesem Haus verdorben hat. Leider verkriecht sich Victor, wenn ich xxx in unsere Wohnung lasse, deshalb ist nur yyy bei uns willkommen, solange sich das nicht ändert.
Ihm fehlt die „Teilhabe“, wie viele Sozialpolitiker es nennen. Es mag sein, dass Sie glauben es liegt am fehlenden Geld, aber ich weiß dass man statt Mitgliedsbeiträgen in Vereine mitarbeiten und so ihren Kindern die Mitgliedschaft ermöglichen kann.
Es ist eine Schande, dass Sie noch nie bei einem Fußballspiel von xxx dabei waren - Sie haben Beine! - und es nicht einmal ermöglichen, dass er ein funktionierendes Fahrrad hat, mit dem er auch alleine unterwegs sein kann ohne Angst vor einer Panne zu haben. Wir haben angeboten Ihnen zu helfen, aber wir machen es nicht FÜR sie. Jetzt ist Schluss mit unserer Geduld! Sie können nicht erwarten, dass andere IHRE Probleme regeln! Ihre Kinder sollten nicht mehr darunter leiden!
Solange Sie Geld für Zigaretten haben und sich nicht an der Hausgemeinschaft beteiligen, es nicht schaffen sich zu bedanken können Sie nicht erwarten, dass andere auf Sie zukommen und Ihnen helfen. War es so viel verlangt EINMAL beim Sandkastenbau vorbei zu sehen?
Leider hat xxx ihr „Talent“ geerbt es sich mit anderen zu verderben. Wachen Sie endlich auf! Ihr Sohn braucht gleichaltrige Freunde und die E-/F-Jugend wäre eine gute Gelegenheit dazu.
Denken Sie nach, was Ihnen wichtiger ist!
Leider weiß ich nicht, wie ich anders an Sie heran kommen kann, deshalb mußte ich Ihnen diesen Brief schreiben. Und ja, ich verstehe Sie, denn ich wuchs selbst arm auf, aber ich war in Vereinen.
Ende
Ist das zu krass? Leider hat alles andere bisher nicht funktioniert. Sie fühlen sich nur soooo benachteiligt, wenn ich meine Kinder und ihr Eigentum schütze.
Anmerkung am Rande: Unsere Hausgemeinschaft hat gemeinsam den Spielplatz des Hauses für die Kinder repariert und sogar kinderlose Bewohner haben geholfen, aber wer hat sich abgeseilt?
MfG
Martina

Dori

unregistriert

11

Dienstag, 1. Juni 2010, 10:36

nein ich finde den brief gut wobei ich kaum glaube das eine andere reaktion als wut und zrn kommen wird. sie wird sich persönlich angegriffen fühlen und dem entsprechend reagieren -.- leider...

ich finde das man sollte zum jugendamt gehen ( nicht anrufen) und die situation direkt erklären an beispielen und konkreten vorfällen. und das ganze im auge behalten. sprich ob wirklich mal einer kommt und nachsieht.
sollten die kinder auf meine eigenen treffen so würde ich erzieherisch shcon eingreifen sollten sie sich daneben benehmen. damit sie gleich lernen was es heißt mit andern auszukommen. sicher wird ihnen das nicht gefallen aber ich bin sicher das sie dennoch wieder kommen und am leben teilhaben wollen, denn zu hause scheint ihnen das ja zu fehlen und dafür werden sie sicher die regeln akzeptieren ;)

lg
Dori

Corrie

Tiffy

Beiträge: 2 365

12

Dienstag, 1. Juni 2010, 10:53

Ich fürchte, ein solcher Brief wird die Fronten verhärten. Wenn sich jemand so aggressiv in meine Erziehung einmischen würde, ich würde ihm zeigen, wo der Maurer das Loch in der Wand gelassen hat. Diese Eltern denken doch, sie machen alles richtig und dann kommst Du mit diesem, entschuldige bitte, doch recht frechen und feindseligen Brief.
Man kann die gleichen Aussagen sicherlich in nettere Worte fassen, auch wenn hier vielleicht harte Worte angebracht sind. Was würdest Du denn sagen/denken, wenn Du ein so harsch formuliertes Schreiben bekämst? Google mal nach den Stichworten Ich-Botschaften und Gewaltfreie Kommunikation, da müsstest Du eigentlich eine Menge Beispiele und Vorlagen finden, wie Du den gleichen Inhalt so rüberbringen kannst, dass er auch eine Chance hat gehört zu werden.

Viel Erfolg, ich denke der Gedanke ist der richtige!!!

Corrie
Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht verhindern.
Doch du kannst verhindern, dass sie Nester in deinem Haar bauen.
Martin Luther

Zora

unregistriert

13

Dienstag, 1. Juni 2010, 11:31

Wow, der Brief ist .... sehr deftig formuliert. Damit wirst Du ganz sicher eher das Gegenteil erreichen. Wenn nicht noch die Kinder das abbekommen, wenn die Eltern so (auch wenn es gerechtfertigt ist) angegangen werden. Bitte überdenke diesen Brief nochmal. Vielleicht kann Dir hier wer direkt helfen, das anders zu formulieren so dass Du den gleichen Inhalt anders verpacken kannst.

BellA

unregistriert

14

Dienstag, 1. Juni 2010, 15:37

Wow, Corrie, Du hast meine Gedanken genau auf den Punkt gebracht.

Dieser Briefentwurf sollte meiner Meinung nach Deinen Schreibtisch nicht verlassen. Er war gut, um Deine Wut loszuwerden, aber bewirken würde er nur das Gegenteil von dem, was Du erreichen möchtest.

LG BellA

Schmetterling

unregistriert

15

Dienstag, 1. Juni 2010, 15:44

Ich verstehe vollkommen, welchen Frust Du wegen der Sache in Dir hast und dass Du so gern dem Jungen helfen möchtest, und dass Du am liebsten auf die Art die Meinung sagen möchtest (ich kenn das von mir auch und muss mich dann bremsen) , aber ich fürchte, so wie meine Vorschreiber das schon geschrieben haben, dass auf diese Art nur das Gegenteil erreicht wird, und wenn die Eltern dann wütend sind, kriegt es womöglich der Junge ab, und damit wäre etwas erreicht, was ganz und gar nicht Sinn der Sache ist. Es ist zuviel Emotionalität in dem Schreiben. Ich würde versuchen, es ganz sachlich zu schreiben, ohne dass der Empfänger bzw. Leser es als Angriff auf seine Person und als verletzend oder in seine Erziehung reinredend empfinden kann. LG

Schmetterling

unregistriert

16

Dienstag, 1. Juni 2010, 16:31

Ich bin gerade an einem ganz anderen Punkt. Wenn ich jetzt an Deiner Stelle wäre: Ich würde momentan überhaupt nichts schreiben. Ich sehe es momentan so: Ich selber habe eigentlich kein Recht, mich, wie oben geschrieben, wo ich tüchtig den Dampf ablasse, in das Leben und in die Erziehung anderer einzumischen, wenn ich nicht von denen speziell danach gefragt oder von ihnen um meine Meinung gebeten werde. So geht es also nicht.
Zudem, jetzt in der Situation bin ich voll gefrustet , und das Schreiben oben (nehmen wir mal an, ich hätte es selber geschrieben) ist aus der Situation geschrieben, wie mir momentan danach zumute ist mit meiner Wut. Dann soll ich es aber so schreiben, dass es auf den anderen nicht verletzend wirkt, das heißt ich müsste mich verbiegen, verstellen, und wäre dann nicht mehr echt. So geht es also auch nicht.
Ich würde daher nun alles loslassen und beiseitelegen, was ich bisher gemacht habe und dann versuchen, es neu zu sehen, neu auf mich einwirken zu lassen, neu zu beginnen - vielleicht zeigt sich dann eine ganz andere Lösung. Muss ja nicht von heut auf morgen sein.

bobdh

unregistriert

17

Dienstag, 1. Juni 2010, 19:19

@ all: Danke für eure Antworten

@ Schmetterling: Ich würde gerne loslassen, wenn sie nicht wieder vor der Tür stehen würden. Sie bitten nicht, sondern VERLANGEN, dass ich ihnen etwas gebe und ihr Zeug repariere. Mir reichts! Ich bin kein Selbstbedienungsladen. Mir ist inzwischen klar, dass ich das so nicht schreiben sollte, aber sie kapieren es einfach nicht anders. Höflich habe ich versucht. Rausschmeißen habe ich versucht, etc. Sie verfolgen mich bis in MEINE Wohnung, weil ich die Gutmütige bin, die es nicht so klar ausgedrückt hat. Bisher!

MfG

Martina

BellA

unregistriert

18

Dienstag, 1. Juni 2010, 19:34

Ich an Deiner Stelle würde auf jeden Fall klare Grenzen setzen. Mir ist nur schleierhaft, wie das funktionieren soll, wenn Du dann doch wieder den Kindern Geschenke machst.

LG BellA

Schmetterling

unregistriert

19

Dienstag, 1. Juni 2010, 20:18

Sie bitten nicht, sondern VERLANGEN, dass ich ihnen etwas gebe und ihr Zeug repariere. Mir reichts! Ich bin kein Selbstbedienungsladen. Mir ist inzwischen klar, dass ich das so nicht schreiben sollte, aber sie kapieren es einfach nicht anders. Höflich habe ich versucht. Rausschmeißen habe ich versucht, etc. Sie verfolgen mich bis in MEINE Wohnung, weil ich die Gutmütige bin, die es nicht so klar ausgedrückt hat.


Das hört sich jetzt aber ganz anders an, was Du da schreibst. Selstbedienungsladen, Rausschmiss, Verfolgen bis in die Wohnung, nicht bitten, sondern verlangen etc. .... Also wenn das so aussieht, dann wirds Zeit, dass Du von einem Jasager zum Neinsager wirst, sonst bleibst Du weiterhin die gutmütige Anlaufstelle, von der man ja alles selbstverständlich "nehmen" kann. Du fühlst Dich selber nicht mehr wohl in Deiner Haut. Und bekomm um himmels willen kein schlechtes Gewissen , wenn Du Nein sagst. Wie BeLLa schreibt, Grenzen setzen. Solange Du das nicht tust für Dich selber, wirst Du Aggressionen in Dir haben, die sich noch weiter aufschaukeln, und sie werden wieder vor der Tür stehen und nehmen, oder ich nenne es gern anders: Dich ausbeuten, denn sie haben ja gelernt, sie können es bei Dir tun, Du hast es bisher zugelassen, durch Dein eigenes Zutun (es gehören immer zwei dazu). Manchmal im Leben ist es so, als würde man entsprechende Leute und Situationen anziehen, weil eine bestimmte Lektion noch nicht verstanden ist. Vielleicht ist es in Deinem bestimmten Fall trotz Mitleid mit dem Jungen lernen Nein zu sagen und Grenzen zu setzen, abgrenzen. Wer nur ein Selbstbedienungsladen ist, wo andere selbstverständlich sich dran bedienen können wie immer es ihnen passt, muss sich nicht wundern, wenn er permanent ausgenutzt wird und sich dann auch so fühlt. Und die anderen lernen dabei nur ihr eigenes Ego ranzuzüchten und andere Menschen nur unter dem Aspekt des Eigennutzens zu sehen: "Den kann man für dieses und jenes "gebrauchen" . Damit ist niemandem geholfen.

Mera

Fortgeschrittener

Beiträge: 215

Danksagungen: 5

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Bayern

Beruf: vielbeschäftigte Mama

20

Mittwoch, 2. Juni 2010, 00:34

ja wie hilft man einem Benachteiligten?
egal ob die Kinder oder die Erwachsenen?
Durch SELBERTUN LASSEN. Also vielleicht kann st du jemand das reparieren ZEIGEN/Beibringen.

ich halte wenig davon Ärmere mit gebrauchten Sachen zu überschütten, und dann wenden sich andere ab, weil sie es nicht schätzen oder gar schnell verschlampen.

Mein Sohn hat DAS Fahrrad am meisten geliebt, das er mit seinem Papa umgespritzt auseinandergebaut und repariert hat, es war vorher ein unmögliches rosanes Mädchen fahrrad... so als Beispiel.

Also was KANN Der Junge GUT?/ Oder auch die Eltern?
Dass es gerade für ärmere eine doppelte Pflicht sein sollte etwas ordentlich zuverlässig zurückzugeben , ist leider nicht mehr überall verbreitet. manchmal muss man das einfach deutlich sagen!
UMFELD???

sexualisiertes Verhalten bei 9 Jähigen Jungs???
Da wär ich misstrauisch, das wär mir zu hoch, das ist nicht mehr Nachbarschaftshilfe oder:"einem benachteiligtem Kind ein speilzeug reparieren". DIESER Punkt wär für mich eine Nachfrage bei professionellen Helfern wert.

Einem armen Menschen zu helfen, heißt auch: seinen Stolz sein Können, seinen Fleiß, seine Einzigartigkeit und seine Eigeninitiative zu fördern.... das ist nicht immer einfach. Es tut nicht gut den Müll der anderen aufzubrauchen... deswegen hab ich auch im Bekanntenkreis gerne Kleidung "verliehen"... nach dem Motto, schau es dir an und wenn du es brauchst, nimm es dir und was du n icht brauchst gib zurück und wenn es zu klein ist, gib es auch zurück.. wenn es kaputt ist oder aufgebraucht, dann nicht....und auch mal gefragt, hast du noch alte Fußballschuhe deiner Buben.

oder eben Hilfe zur Selbsthilfe.... nicht ein FERTIGES altes fahrrad schenken sondern beim Reparieren helfen lassen oder auch eine Gegenleistung erbringen lassen... außer die menschen sind wirklich hilfsbedürftig ( wer weder alt/ krank/ behindert/ pleite ist kann nicht nur gefÖrdert werden, sondern muss auch mal gefOrdert werden.

Vorwürfe:
der Brief( ist es der erste?) ..... den würde ich nicht abschicken oder einwerfen, außer der nachfrage am anfang, was denn los sei, ist er weder hilfreich, noch freundlich, noch interessezeigend ... das sind einfach viele viele Vorwürfe. Und Vorwürfe bringen nicht weiter.
wenn der eigene sohn keinen kontakt will, kann man das dem anderen Kind sagen. Den eigenen Sohnl fragen, seit wann er denn den Buben nicht mehr mag. ruhig sich da Zeit nehmen . das ist wichtig.

Und auch die eigene Motivation hinterfragen, was ist am fremden Kind, an der Familie unterstützungswürdig?
oder warum möchte ich helfen?
Was möchten die fremden Eltern? Wenn es bei diesen "nur" Bequemlichkeit ist, seit wann?
wenn so eine hausgemeinschaft aktiv und lustig agiert ist es auch manchmal schwer hineinzukommen, da ist es für manche wichtig, dass sie oft und immer wieder freundlich angesprochen werden, evtl auch nur von EINER Person, die einen besseren draht hat, denn so hausgemeinschaften sind manchmal auch grausam mit ratsch 8 jetzt schuat euch DIE an, JETZT auf einmal machen die ja DOCH mit...)

Bequemlichkeit ist ja nicht eine schlechte Eigenschaft von allein diesen Eltern, das ist ja unser ganzer westlicher Lebensstil.( ein bischen überspitzt, aber ein wahrer kern ist drin)

Ich sage das nicht weil ich das gelernt habe, sondern weil ich selbst mal fürchterlich knapp bei kasse war und weil uns Mitleid und Almosen mal fast gelähmt haben. Auch da war es so, dass einer unsrer Knaben kein verkehrssichereres Rad hatte,( allerdings haben wir das über geschwisterräder gelöst) und beim Fußball waren eben immer die anderen Eltern am Hin und zurückfahren wenn es Auswärtsspiele gab.

Ansonsten möchte ich mich in manchem der oberen anschließen, auch wenn ich nicht glaube, dass das jugendamt alles und jedes wieder gut machen kann, aber man kann mal vorsichtig nachfragen, dass dieses kind ( konkret beschreiben) sexuelle anspielungen macht....wegen nicht funktionerendem Rad und keinem Fußballverein werden sich die nicht drum kümmern...

Noch eine Frage zu dem jungen:
Spricht er dich wegen Besuch zu deinem Sohn an oder dich persönlich und wie reagiert er, auf kontakt? ( Blick und Ansprache)

Alles in allem finde ich es aber sehr gut, wenn es nicht egal ist, was mit den 9- Jähigen Nachbarjungen ist!!!
Allein dafür meine große Anerkennung. Vielleicht ist es ja auch eine Chance, in dem Alter ist noch sehr sehr viel Entwicklung drin!

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